03. und 04.05.17 – Von Frankfurt nach Halifax….

Die Abfertigung in Frankfurt erfolgt unkompliziert. Wir haben schon am Vorabend online eingecheckt (wegen den Sitzplätzen durchaus zu empfehlen), so dass wir am Abflugtag nur noch das Gepäck aufgeben müssen. Zwar werden wir von der Dame am Schalter tatsächlich nach unserem Rückflugticket gefragt, aber eher etwas halbherzig. Mit der kurzen Antwort, dass wir unser Auto verschifft haben und dann auf der Straße unterwegs sind, ist sie zufrieden. Weitere Nachweise einer Rückkehrwilligkeit (Wie sinnlos ist so eine Frage eigentlich?) werden nicht verlangt.
Mit dem Handgepäck geht man in Frankfurt eher großzügig um, was Größe und Gewicht anbelangt. Nichts wird hier vermessen oder gewogen, was nicht zu sehr auffällig (zu groß) ist. Man sollte das ausnutzen und so viel wie möglich im Handgepäck mitnehmen. Ralf transportiert nämlich einen Akku-Pack und 2 Akkus für die gopro im Koffer, was sich als Fehler herausstellt. Diese werden in Frankfurt von der Security aus dem Koffer entfernt, wie wir erst in Halifax feststellen dürfen. Wegen Brandgefahr bei Lithium-Ionen-Akkus, wie wir im Nachhinein recherchieren; im Handgepäck sind diese aber erlaubt. Na ja, ob das Alles so sinnvoll ist… Aber wir bezahlen mal wieder Lehrgeld und ärgern uns (Wir wollten uns doch nicht mehr ärgern….?!.).
In Frankfurt vor demselben Gate treffen wir Marion und Bernd, mit denen wir schon vor der Reise Kontakt hatten und noch einige andere Weltenbummler, deren Fahrzeuge derzeit auf dem Atlantik nach Westen unterwegs ist. Der Flug nach Halifax verläuft dann ohne wesentliche Hindernisse. Ansonsten ist auch auf dem Flughafen in Halifax alles sehr unkompliziert und die Officer sind freundlich. Wir werden kurz nach dem Zweck unserer Reise, der geplanten Aufenthaltsdauer, der Weiterreise und unserer Unterkunft gefragt. Wir haben aber den Eindruck, dass dies für die Kanadier mehr oder weniger eine Formsache ist. Kein Zoll, keine Gepäckkontrollen, sehr schnelle Abfertigung. Etwas mehr Mühe macht dann der Wechsel von kanadischen Dollarscheinen in kleineres Geld für den Bus. Die meisten Kanadier bezahlen mit Karte, so dass in den Kassen der Flughafenimbisse kaum etwas drin ist….. Aber alle sind sehr freundlich und hilfsbereit, vor allem auch die Busfahrer, die jede Frage bereitwillig beantworten. Die Busfahrt bis zu unserer Unterkunft ist dann aber doch relativ zäh, da nach 18.00 Uhr die Busse hier z.T. nur im 60 Minuten-Rhythmus fahren und wir mehrmals umsteigen müssen. Wir sind dann letztlich sehr froh, um 21.30 Uhr Ortszeit, entsprechend 02.30 Uhr nachts nach deutscher Zeit, endlich in unserer Unterkunft anzukommen.
Unser Gastgeber zeigt uns noch kurz die Räumlichkeiten, dann fallen wir erst einmal ins Bett und schlafen die nächsten 8 Stunden.
Unser erster Tag in Kanada begrüßt uns mit sonnigem Wetter. Wir unterhalten uns kurz mit der Frau unseres Gastgebers, einer Finnin, die gewissermaßen in Kanada eingeheiratet hat. Im nahen Supermarkt kaufen wir uns dann einige Lebensmittel, da wir in unserer Unterkunft Selbstversorger sind. Die Berichte einiger Reisender, es gäbe hier alles nur in XXL-Packungen zu kaufen, können wir so im ersten Eindruck nicht bestätigen. Einkaufen kann man im Supermarkt eigentlich wie in Deutschland, sollte für Vieles nur etwa den doppelten Preis kalkulieren. Allerdings sind die Regale mit Junk-Food noch wesentlich länger als bei uns. Nach dem Mittagessen bringt uns der Bus ins Stadtzentrum. Dort treffen wir direkt an der Bushaltestelle zufällig wieder auf Marion und Bernd, mit denen wir absprechen, uns später zu einem Schwätzchen zu treffen.
Auf einem Parkplatz am Hafen sind wir dann mit Ina und Manfred verabredet. Sie sind bereits seit einiger Zeit in der USA und jetzt auch in Kanada unterwegs und sind unschwer zu finden, der Landcruiser mit Wohnmobilaufbau und deutschen Kennzeichen fällt auf…. Ihnen verdanken wir zwei sehr schöne Stunden mit äußerst anregenden Gesprächen. Habt vielen Dank dafür! Wir hoffen, wir treffen uns nochmal unterwegs und haben dann vielleicht ein wenig mehr Zeit zum Erzählen.
Danach schlendern wir noch etwas durch das Hafenviertel und dürfen dann die Erfahrung machen, dass selbst in den besser erscheinenden Pubs im Wesentlichen Fastfood serviert wird. Die guten Gaststätten, die es auch gibt, sind uns einfach viel zu teuer…. Wir beschließen daher, auch bis zur Ankunft unseres Autos wieder komplett auf Selbstverpflegung umzusteigen.