29.12.17 bis 09.01.18 – Abenteuer Kupferschlucht

Am 29.12.17 nehmen wir Abschied von Marion, Bernd, Dati und Wolzow, die noch für ein paar Tage in Los Barriles bleiben. Wir wünschen Euch eine glückliche Weitereise und freuen uns schon auf ein Wiedersehen auf der Tour.
Die Tickets für die Fähre von La Paz nach Topolobampo haben wir bereits während unseres Aufenthaltes in La Paz im Hauptbüro der Baja Ferries im Stadtzentrum gekauft. Ein möglicher Vorteil: Herr Fuchs wurde ohne Messen und Wiegen einfach als Auto eingestuft und die Tickets entsprechend ausgestellt. Dazu ist es notwendig, bereits im „System“ zu sein, d.h. eine Genehmigung des Autos für das mexikanische Festland (Banjercito) zu besitzen. Dieses hatten wir uns gleich an der Grenze besorgt.
Die Einfahrt zur Fähre im Hafen von La Paz (genauer von Pichilingue) zu finden, ist gar nicht so einfach, weil die Anfahrt nicht beschildert ist. So fahren wir an der Einfahrt vorbei und finden uns im Gewerbehafen wieder.…
An der Schranke zu den Fähren dürfen wir 180 Pesos Hafengebühr bezahlen, müssen Pass und Banjercito (jeweils Kopie ausreichend) vorzeigen, wobei die Fahrgestellnummer auf dem Banjercito sehr sorgfältig mit der am Auto befindlichen verglichen wird. Ein kurzer Blick ins Auto hinten hinein und dann geht es getrennt zur Fähre: Ralf mit dem Auto, Annett als Fußgängerin, denn nur einer darf mit dem Auto auf die Fähre fahren. Die Auffahrt ist etwas abenteuerlich: Das Auto muss rückwärts (!) auf die Fähre gefahren werden und auch in dieser rückwärts und abwärts bis aufs Unterdeck knapp auf knapp zwischen die dortigen LKW rangiert werden. Die Mühen werden aber durch eine moderne Fähre mit bequemen Sitzmöglichkeiten in Restaurants, Bars und Fernsehräumen belohnt. Auch das im Preis inbegriffene Essen ist gar nicht so übel. Wir hatten vorsichtshalber eine (recht preiswerte) Kabine gemietet, da wir chaotische Sachen über die Zustände auf den Fähren gelesen und gehört hatten, was aber aus unserer jetzigen Erfahrung nicht notwendig gewesen wäre. Dennoch sind die Kabinen, mit recht komfortabler Ausstattung und sehr sauberen Sanitärbereichen, ein schöner Rückzugsort, um seine Sachen sicher aufzubewahren und vielleicht ein Stündchen zu schlafen.
Da wir erst nach Einbruch der Dunkelheit Topolobampo erreichen, übernachten wir an einer Tankstelle auf dem Weg nach Los Mochis, bevor es am nächsten Tag nach dem Einkauf bei Walmart nach Álamos weitergeht.
Álamos gilt als die architektonisch vielfältigste Stadt im Nordwesten Mexikos und als kulturelle Oase der Region. Und das ist sie auch. Eigentlich wollen wir hier „nur“ das neue Jahr abwarten und uns auf die Fahrt in den Kupfercanyon vorbereiten, aber wir entschließen uns schnell, noch einen Tag zu verlängern und erst am 02.01.18 zu starten. Das bunte mexikanische Leben in der Stadt lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Wir spazieren durch eines der idyllischsten mexikanischen Stadtzentren aus der Kolonialzeit. Auf dem Marktplatz und in der überdachten Markthalle kann man sehr preiswert frisches Obst und Gemüse sowie Utensilien aller Art kaufen und leckeres Hähnchen (Pollo) essen. Die Menschen sind ausgesprochen aufgeschlossen und freundlich, es wird gelächelt und ständig gegrüßt. Eine sehr steile Treppe führt zum El Mirador hinauf, einem Hügel, von dem aus wir einen weiten Blick über die in das üppige grüne Umland eingebettete Stadt und die umgebenden Berge haben. Álamos ist eine Empfehlung und nicht umsonst ein nationalhistorisches Denkmal sowie eines von Mexikos magischen Dörfern (pueblos magicos). Sicher leben die Menschen hier im Durchschnitt „ärmlicher“ als wir Europäer, allerdings haben wir gefühlt nicht den Eindruck, dass es der Mehrzahl der Menschen wirklich schlecht geht. Natürlich treffen wir, anders als auf der touristischen Baja, hier und unterwegs nun auch vermehrt auf bettelnde Kinder oder Straßenverkäufer, die mitten im Verkehr und den Abgasen ihre paar Pesos verdienen müssen.
Silvester feiern die Mexikaner, zumindest in Álamos „durch“, das heißt Musik, Schüsse und Knaller die ganze Nacht und auch noch am Vormittag des Neujahrstages. Danach normales Straßenleben, nicht etwa Schnapsleichen auf den Straßen oder eine leere Stadt, weil alle noch schlafen. Eine Ausdauer haben die Leute hier….

Bevor wir uns endgültig auf den Weg in den Barrancas del Cobre, die Kupferschlucht, machen, fahren wir noch an der Polizeistation in Álamos vorbei, um uns nach dem Weg und der Sicherheit zu erkundigen. Einige Gegenden des Canyon gelten als Hochgebiet von Drogenbanden und als Anbaugebiet von Marihuana und Opium. Die Polizisten sprechen kein Englisch und unsere einfache spanische Frage nach der Sicherheit auf dem Weg wird mit „no problema“ beantwortet. Na ja, waren damit nun die Banditen oder die Straßenzustände gemeint? Zumindest vergewissert sich der Beamte, dass wir mit einem Allradauto unterwegs sind und dann fahren wir einfach mal los. Wir gehen davon aus, dass mögliche Banden weniger Interesse an Touristen haben… No risk, no fun. Wir wollten ins Abenteuerland, nun fahren wir halt darin herum.
Der Name des Canyon ist im Übrigen von den Spaniern vergeben worden, welche die grünen Flechten an den Steilwänden fälschlicherweise für Kupfer hielten. Das Labyrinth aus sieben Hauptschluchten durchzieht ein riesiges Areal in Nordmexiko, was in der gesamten Ausdehnung aller Schluchten viermal so groß ist wie der Grand Canyon in den USA.
Die Straße Richtung Chinipas ist zunächst geteert, geht dann aber schnell in eine z.T. ausgewaschene Geröllpiste über, die uns streckenweise in steilen Serpentinen hinauf auf 1.700 m Höhe führt, danach ebenso steil, aber auf etwas besserer Fahrbahn wieder hinunter nach Chinipas, welches 400 m über dem Meeresspiegel liegt. Ein gutes Fahrwerk und Allrad halten wir schon für erforderlich. Ein derzeit relativ flacher und kleingerölliger Fluss ist vor der Stadt zu überqueren, kein Problem. Chinipas selber ist dann ein für diese doch recht einsame Gegend erstaunlich hübsches und sauberes Städtchen, eingebettet in die grünen Bergketten der ersten Ausläufer des Canyon, durch das wir gerne noch etwas schlendern. Touristen trifft man hier nicht mehr, so dass wir ziemlich auffallen. Aber die Mexikaner sind wie immer bisher sehr freundlich und zurückhaltend. Wir könnten sicher auch im Auto auf dem Parkplatz vor dem Hotel übernachten, genehmigen uns aber heute für knappe 20 Euro ein Hotelzimmer. Leider hat kein einziges der Restaurants im Ort geöffnet, so dass wir uns doch wieder selber versorgen müssen – schade. Auch hier fragen wir auf der Polizeikommandantur (wir wollen ja nicht fahrlässig werden) nochmal nach der Sicherheit auf dem weiteren Weg nach Urique, „no problema“. Nun, schauen wir mal.

Wir fahren den ganzen Vormittag durch, um schließlich auf der Strecke vom kleinen Dörfchen Cerocahui nach Urique am toll angelegten Mirador Cerro del Gallego erstmalig einen schon recht weiten Einblick in den Canyon, dort in den Barranca del Urique, nach dem Fluss Urique benannt, zu bekommen. Wir sehen hier nicht die majestätisch-gigantischen weiten Felsplateaus, wie wir sie vom Grand Canyon her kennen, vielmehr versteckt sich der Fels zu großen Teilen unter dichter grüner Vegetation bis fast an den Canyonrand.
Von Chinipas bis Urique sind es zwar „nur“ etwa 140 km, aber die in den meisten Abschnitten ungeteerte, sehr staubige, aber meist recht feste Geröllstraße führt über viele Serpentinen zunächst auf 2.300 m Höhe hinauf (hier haben wir auch um die Mittagszeit recht kühle Temperaturen unter 20°C), um dann in ebensolchen Haarnadelkurven bis auf 500 m Höhe nach Urique hinabzuführen (hier ist es wieder lockere 10 Grad wärmer). Der damit über 1.800 m tiefe Canyon ist gleichzeitig der tiefste der Region. Urique selber ist ein sehr einladendes, buntes Städtchen mit vielen (offenen!) Restaurants entlang der Hauptstraße. Wir übernachten auf dem schön angelegten Campingplatz Entre Amigos nahe des Flusses, auf dem wir uns von Obstbäumen (Grapefruit, Zitronen) und Gemüsefeldern (Radieschen, Spinat u.a.) selber bedienen können. Der jedes Jahr stattfindende Ultra Caballo Blanco, ein 82 km langer Ultramarathon durch Urique und über schwierige Abschnitte des Canyon musste 2015 und 2016 wegen Sicherheitsbedenken aufgrund von Zusammenstößen hiesiger Drogenbanden abgesagt werden, da es mehrere Drohungen gab. Bedenkenlos ist die Gegend also nicht, obwohl wir davon (zunächst) nichts spüren.

Nach den steilen Serpentinen hinauf und der Piste zurück nach Cerocahui geht es dann auf Teerstraße (mit tückischen Schlaglöchern) relativ zügig voran bis in das kleine Dörfchen Areponapuchi, von dem aus wir den Canyonrand entlang wandern können. Die Aussicht in den Barranca del Cobre, der hier deutlich mehr Felsen zeigt, sind traumhaft und stehen denen von North Rim des Grand Canyon kaum noch nach. Wir haben hier auf 2.200 m Höhe sonniges Wetter, allerdings wird es abends und nachts empfindlich kalt und es gibt Bodenfrost.
Im Ort hält der Ferrocarril Chihuahua Pacifico, der Zug, der über eine der eindrucksvollsten Eisenbahnstrecken der Welt mit 656 km Strecke, über 37 Brücken und durch 86 Tunnel führt. Diese sagenhafte Ingenieursleistung wurde bereits 1961 fertiggestellt, verbindet die Pazifikküste von Los Mochis aus mit den Bergen im Innern Mexikos und führt über steile Schluchten bis auf 2.400 m Höhe. Wir wandern in das Dörfchen Divisadero, wo ebenfalls der Zug hält und es Souvenirgeschäfte, ein Hotel und einen Mirador gibt. Weitaus schöner ist der Blick in den weiten Canyon allerdings im Parque de Aventura Barranca del Cobre zwischen Divisadero und Areponapuchi, von dem aus wir mit der Seilbahn über 3.000 m Luftlinie bei bestem Sonnenwetter auf ein Felsplateau im Canyon gelangen. Vom Mirador lässt sich am weitesten in den Canyon hinein und auch bis zu seinem Baumeister, dem Urique River hinab ins Tal schauen. Selbst hier haben die Tarahumara, eine von Mexikos indigenen Kulturen, die das Bild der Schluchtenlandschaften und der Städtchen mitbestimmen, ihre Souvenirstände. Sie leben in Höhlen oder kleinen Häusern auf dem Land und sind durch ihre farbenfrohen Kleider (die Frauen und Kinder) gut zu erkennen. Sie verkaufen von Hand geflochtene Körbe, Schnitzereien oder Gestein aus dem Canyon. Einige trifft man bettelnd an den Bahnhaltestellen. Es werden schon die ganz kleinen Kinder auf die Touristen „angesetzt“ und es scheint, das erste Wort, was die Kleinen lernen, die gerade mal so laufen können, ist nicht „Mama“, sondern „Peso“.
Mit dem genialen Blick in den zentralen Barranca del Cobre schließt sich für uns ein Kreis und erfüllt sich ein weiterer Traum: Wir haben die drei größten Canyons der Welt gesehen: den Grand Canyon in den USA, den Barranca del Cobre in Mexiko und den Fish River Canyon in Namibia. Caramba!

Auf der gut asphaltierten Straße nach Creel biegen wir kurz vor der Stadt auf eine Sandpiste in Richtung Aquas Termales Rekowata ab. Wir besuchen allerdings nicht die heißen Quellen, was sich für Badefreunde anbietet, sondern nehmen den Abzweig zum Mirador Rekowata in den Canyon, allerdings über eine sehr steinige und ausgewaschene Offroadpiste.
Creel erstreckt sich an den Bahngleisen und ist entlang seiner Hauptstraße ein ansehnliches Städtchen mit sehr guten Restaurants. Wir können das „Veronica“ empfehlen, dort ist das Angebot vielfältig, es schmeckt prima und vor allem: Die Portionen sind erstmalig in Mexiko so groß, dass auch Ralf satt werden kann. Ein Segen!
Nachts geht es hier, auf 2.300 m Höhe, wieder unter den Gefrierpunkt, d.h. doppelte Schlafsäcke sind angesagt. Die Heizung stottert ganz schön, immer wieder Fehlermeldungen, in Ordnung ist sie nicht, aber die Warmluft reicht für ein paar Grad mehr…
Wer um Creel herum noch Lust auf etwas mehr Touristisches hat, garniert mit Souvenirständen, Tourbussen und vielen bettelnden Kindern der Tarahumara, der kann sich die Valle de las Ranas y los Hongos (das Tal der Frösche und Pilze) mit ein paar Felsen und einigen Tarahumara-Häusern oder den See Lago Arareco ansehen. Ralf ist nicht wirklich begeistert, aber Annett muss natürlich wieder überall rumklettern. Landschaftlich interessant sind die hohen Felsnasen im  Valle de los Monjes (Tal der Mönche).

Die Straße von Creel nach Batopilas ist komplett asphaltiert, allerdings mit den allgegenwärtigen tückischen Schlaglöchern. Wir machen noch einen Abstecher zum Wasserfall Cascada de Cusarare, der allerdings momentan kaum Wasser führt. Die Serpentinen hinunter nach Batopilas sind ebenfalls geteert, allerdings mit massiven Geröllabbrüchen auf der Straße. Die bröckligen Felsen entlang der kurvenreichen Strecke sind gar nicht gegen Bruch gesichert, so dass selbst mannshohe Gesteinsbrocken mitten auf der Straße liegen und wohl auch nicht weggeräumt werden. Sehr gefährlich! Die Blicke in den Barranca de Batopilas unterwegs sind sehr schön, vor allem vom unscheinbaren und nicht ausgeschilderten Mirador La Bufa aus, gleich nach dem Ort La Bufa.
Nach den kühleren Tagen und frostigen Nächten in Creel ist es in Batopilas am Grunde des Canyon wieder subtropisch warm. Ähnlich wie in Urique finden wir hier in der Einsamkeit der Schlucht ein lebendiges und buntes Städtchen mit sehr hübschen Gebäuden, dass größtenteils gepflegt und sauber wirkt. Allerdings soll es zeitweise doch rau zugehen, der Marihuanaanbau ist ein wichtiges Standbein der hiesigen Wirtschaft…. So ist das Erste, was wir auf der Hauptstraße sehen ein Pickup mit schwerbewaffneten, aber nicht uniformierten jungen Männern auf dem Ladedeck, angeblich eine Art Bürgerwehr, wie uns eine einheimische Dame erzählt. Offenbar in Ermangelung einer hiesigen Polizeidienststelle, die wir zumindest nicht sehen. Wogegen wehrt man sich denn so gut ausgerüstet? Wir werden es hoffentlich nicht erfahren….
Die alte Dame führt uns spontan durch ihr Haus und den Garten direkt an der zentralen Plaza, in dem sie allerlei Heilkräuter angepflanzt hat. Sie verkauft Bücher über Batopilas und Heilmittelextrakte aus ihren Pflanzen. Ralf bietet sie ein Haarwuchsmittel an, was sie an sich selbst angeblich schon erfolgreich getestet hat. Es wird dankend abgelehnt, an die pflegeleichte und kostengünstige Frisur ist man inzwischen gewöhnt…. Hehe, never change a running system.
In den sehr engen Straßen ist Parken kaum möglich und wahrscheinlich nicht zu empfehlen. Wir finden aber ein Hotel, wo wir im Hinterhof relativ sicher stehen können.

Wir entschließen uns, die Strecke nach Guachochi offroad über die Berge zu nehmen und starten früh am Vormittag. Das ist auch notwendig, denn die sehr grobsteinige und zum Teil ausgewaschene Piste führt uns und den armen (weil mit 3,5 t ziemlich schweren) Herrn Fuchs in Serpentinen bis auf 2.500 m in die Höhe und tatsächlich komplette 100 km auf teilweise ziemlich heftigen Untergrund durch den Barranca de Batopilas und an dessen Rand entlang. Die Ausblicke in die Schlucht sind einige Stopps wert, wenn sie auch nicht so spektakulär sind wie beispielsweise in den Barranca de Cobre. Natürlich ist die Strecke schon interessant, z.T. kakteengesäumt, mexikanisches Hinterland eben, aber der schwierige Untergrund beansprucht Nerven und Material. Wir empfehlen sie nur für absolut abenteuerlustige Offroad-Fans mit entsprechenden Autos, die vielleicht etwas leichter sind als wir und damit etwas leichtfüßiger. Zudem werden wir etwas nervös, als wir gleich zweimal in kleinen Dörfern unterwegs auf mehrere gut bewaffnete junge Männer treffen, die bei Annäherung unseres Autos aufspringen und zu den Waffen greifen. Erst als sie uns als Touristen erkennen, entspannen sie sich wieder und sind etwas verdutzt, als wir ihnen auch noch freundlich zuwinken. Wie soll man sich sonst in einer solchen Situation verhalten? Wir wissen es nicht und verlassen uns auf unsere Intuition in diesen Momenten. Wahrscheinlich haben sie über die lebensmüden Irren aus Alemania nur den Kopf geschüttelt oder sich amüsiert. Die spannende Frage war und ist: Auf wen oder was haben sie da wirklich gewartet?
Wir benötigen mit einer halben Stunde Mittagspause und keinesfalls übergroßer Schonung des Toyota 5 Stunden für die 100 km, dann geht die Piste überraschenderweise in geglätteten Untergrund und 50 km vor Guachochi in frisch asphaltierte Straße über. Offenbar ist eine weitergehende Rekonstruktion der Straße Richtung Batopilas geplant. So erreichen wir, Gott sei Dank, am Nachmittag Guachochi, eine größere, allerdings wenig attraktiv erscheinende Stadt. Zumindest ist sie das nicht an den Stellen, an denen wir langfahren und später auch ein Stück laufen.

Hier endet das Abenteuer Kupferschlucht für uns. Abenteuerlich und zeitweise ein bisschen unheimlich war es schon. Dennoch würden wir es wieder machen. Der wunderschöne Canyon, insbesondere die grandiose Sicht von Areponapuchi und vom Parque de Aventura Baranca del Cobre die reizvollen Städte Chinipas, Urique und Batopilas, die Begegnungen mit meist freundlichen, aufgeschlossenen (und häufig sogar unbewaffneten) Menschen und letztlich auch eine gewisse Herausforderung für uns und Herrn Fuchs waren es auf jeden Fall wert. Ein herzliches Dankeschön möchten wir noch an Dani und Cel von Break-A-Way und Katrin und Till, die mit ihrem Hottahü unterwegs sind, schicken. Eure Berichte und Tracks haben uns sehr bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Abenteuers geholfen!