12 Tage Belize – Erfahrungen und Tipps

Autoversicherung
Eine Haftpflichtversicherung für Belize ist Pflicht und wir haben diese direkt hinter der Grenze abgeschlossen. Die Versicherung wird für 14 und 30 Tage angeboten und mit Pesos oder BZD bezahlt. Die Bezahlung kann bar oder mit Visakarte erfolgen. Für 14 Tage bezahlen wir 46 BZD.

Banken
Es ist durchaus möglich, in Supermärkten, Hotels, bei Tourenanbietern etc. mit Kreditkarte zu bezahlen. Wir haben darauf jedoch verzichtet und immer bar bezahlt. Banken gibt es in allen größeren Orten. Geldautomaten in Supermärkten, wie in Mexiko, haben wir jedoch nicht gesehen. Am Geldautomaten sind verschiedene Beträge vorgegeben. Wir haben versucht, einen höheren Betrag als angegeben zu erhalten und dies hat problemlos funktioniert.

Einkaufen/Essen
In Belize sind die Supermärkte um ein Vielfaches kleiner als in Mexiko und oft in chinesischer Hand, selbst in den Dörfern. Das Angebot ist nicht unbedingt berauschend, dafür die Preise um so höher. Fleisch und Wurst werden meist nur eingefroren verkauft. Obst und Gemüse haben wir in kleinen Märkten am Straßenrand gekauft. Dort ist die Auswahl in der Regel größer und die Preise bedeutend niedriger.
In Belize gibt es nicht so viele Comedoren am Straßenrand, wo man gut und preiswert essen kann. Jedoch bieten die kleineren Restaurants, auch in Touristenzentren, durchaus gutes Essen zu günstigen Preisen an.
Da in Belize das Bezahlen sowohl mit dem belizianischen Dollar als auch US-amerikanischen Dollar möglich ist, erhält man auch beim Bezahlen ggf. beide Währungen.

Ein- und Ausreise
Informationen zur Ein- und Ausreise findest du hier.

Entfernungen
In Belize sind wir 864 km gefahren. Belize ist mit ca. 23.000 km² ein kleines Land. Die Entfernungen sind somit gering. Nicht zu unterschätzen ist der Zustand der Straßen, der ggf. die Fahrzeit etwas verlängern kann. Mehr dazu aber unter Straßen.

Internet
Internetzugang hat man zum Teil auf den Campingplätzen, aber vor allem in Restaurants und Cafes. Auch hier ist die Qualität sehr unterschiedlich. In abgelegenen Gegenden oder auch z.B: den Nationalparks gibt es kein Internet.
Einheimische SIM-Karten sind in den entsprechenden Geschäften erhältlich.

Landschaft/Städte
Die Landschaft in Belize ist einfach berauschend und abwechslungsreich. Überall sieht man ein sattes Grün, dafür gibt es aber auch eher mal einen kleinen Regenschauer. Es gibt Landschaften mit Palmen, Orangenplantagen, Zuckerrohrfeldern, Wiesen, aber ein großer Teil ist auch Dschungel. Müll findet man ab und zu in der Landschaft, aber das ist bei weitem kein Vergleich zu Mexiko. Allerdings sind in den Städten öfters Müllecken zu finden.
Ein absolutes Highlight für Taucher und Schnorchler ist sicherlich das zweitgrößte Korallenriff der Welt vor den Küsten von Belize, das Blue Hole.
Neben der wunderschönen Natur gibt es eine große Vielfalt an Tieren. So sind Affen und Jaguare zu finden, aber auch eine unheimlich vielfältige und bunte Vogelwelt, wie z.B. Tukane, Papageien und viele kleine Vögel. Diese Tiere aber tatsächlich anzutreffen, ist natürlich Glückssache.
Die Städte sind eher klein und erinnern an afrikanische Städte. Es gibt nicht die großen Sehenswürdigkeiten. Dennoch versprühen sie eine besondere Atmosphäre. Allein irgendwo zu sitzen und die Menschen zu beobachten, kann sehr spannend sein.

Menschen
In Belize gibt es eine bunte Mischung an Völkergruppen. Hier leben Kreolen, Mayas, Mestizos, Garifunas und die strenggläubigen Mennoniten.
Von den Menschen in Belize waren wir sehr angenehm überrascht. Alle sind uns sehr freundlich und aufgeschlossen begegnet. Wir wurden gegrüßt, in Gespräche einbezogen oder es wurde gewunken. Die Kinder schauen anfangs etwas scheu, aber dann sind sie sehr zutraulich und winken wie wild.
Wir haben uns nie unsicher gefühlt. Da in Belize Englisch gesprochen wird, war hier die Kommunikation für uns wieder etwas leichter.

Militär-/Polizeikontrollen
In Belize sind wir in keine Militär- oder Polizeikontrolle geraten. Wir empfanden es als unheimlich entspannend, nicht wie in Mexiko, ständig vom Militär und der Polizei umgeben zu sein. Lediglich in den grenznahen Ruinen zu Guatemala, wie Caracol und Xunantunich, war Militär anwesend.

Reiseführer, Infomaterial, Karten
Als Reiseführer haben den Lonely Planet Reiseführer „Zentralamerika“ genutzt. Unserer Meinung nach ist dieser für Belize ausreichend. Die einzelnen Reiseziele sind relativ kurz aufgeführt, geben aber eine gute Übersicht. Viel haben wir wieder die Berichte von anderen Reisenden genutzt. Dort findet man in der Regel nochmals gute Tipps oder auch bei Gesprächen, wenn man sich unterwegs trifft.
Außerdem hatten wir eine Landkarte Belize/Guatemala von Reise-Know-how. Diese bietet wirklich nur eine grobe Übersicht, da viele Straßen nicht eingezeichnet sind. Für uns war sie jedoch ausreichend.
Zum Teil gibt es in Städten und Nationalparks ein kleines Visitorcenter. Bei uns waren diese jedoch meist geschlossen. Informieren kann man sich ggf. an den Kassen zu den Nationalparks. Oft ist eine Übersichtskarte vorhanden.
Bei der Einreise von Mexiko nach Belize gibt es ebenfalls eine Touristeninformation. Dort erhältlich sind z.B. eine Karte von Belize und Wissenswertes zum Land, aber auch Flyer zu Ausflügen.

Reisezeitraum
Wir waren von Ende März bis Anfang April für 12 Tage in Belize unterwegs. Wir hatten fast immer schönes Wetter. Ab und zu gab es mal einen kleinen Schauer oder nachts einen etwas größeren.

Sicherheit
Wir haben uns nie unsicher gefühlt. Belize können wir als Reiseland wirklich empfehlen. Wir glauben auch, dass bei Einhaltung der üblichen Vorsichtsmaßnahmen, die Gefahr sehr gering ist, dass einem etwas zustößt.
Zu den Ruinen von Caracol kann man als Individualreisender gemeinsam mit einem Militärkonvoi fahren. Vor Jahren gab es wohl einige Überfälle. Zur Zeit scheint die Lage entspannter zu sein und es ist nicht mehr vorgeschrieben mit dem Konvoi zu fahren.

Straßen
Wer davon ausgeht, dass die Highways durch das Land asphaltiert sind, irrt sich. Es gibt sehr gute Straßen, wie z.B. den Hummingbird Highway, aber auch unasphaltierte Straßen, wie die Coastal Road. Insbesondere Straßen zu Sehenswürdigkeiten sind nicht immer asphaltiert. Es ist also mehr Reisezeit einzuplanen.
Die Fahrweise der Belizianer würden wir als recht entspannt bezeichnen. Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Das Verkehrsaufkommen ist jedoch recht gering, so dass man die Straßen fast für sich allein hat.
Manchmal sind Geschwindigkeitsbeschränkungen vorgegeben, hauptsächlich in Meilen pro Stunden. Oftmals sind die Angaben jedoch auch in Kilometer pro Stunde zu finden.
Auch in Belize durften wir uns wieder mit Bodenschwellen herumärgern. Nur hier heißen sie Bump, Hump oder Pedestrian Ramp. Alles Stellen, die man beizeiten sehen sollte, um sein Auto zu schonen. Eine Kennzeichnung war nicht immer vorhanden und wenn, dann ist diese ohnehin erst an dem „Hindernis“ angebracht.

Tanken
Aufgrund der geringen Entfernungen ist immer eine Tankstelle zu finden, z.B. Shell. Wir haben unsere Tanks jedoch in Mexiko gefüllt, so dass wir in Belize nicht tanken mussten. Ob an allen Tankstellen Diesel verfügbar ist, können wir somit nicht sagen. Soweit wir gesehen haben, sind die Preise für Diesel ähnlich hoch wie in Europa.

Toiletten
Öffentliche Toiletten zu finden ist etwas schwierig. Gegen ein kleines Entgelt ist die Nutzung in Restaurants möglich. In den Nationalparks sind Toiletten vorhanden, z.T. auch Duschen und Umkleideräume, wenn Badestellen vorhanden sind oder Tubing angeboten wird.
In die Toiletten darf nichts hineingeworfen werden, auch kein Toilettenpapier (Verstopfungsgefahr). Dafür stehen entsprechende Behältnisse bereit. Toilettenpapier ist nicht immer vorhanden. Manchmal wird welches von den Reinigungskräften vor den Toiletten verteilt, manchmal befindet es sich zentral im Toilettenraum, aber nicht an der einzelnen Toilette. Also, vorher nachsehen. Sicherer ist es auf jeden Fall, immer etwas Toilettenpapier bei sich zu haben.

Trinkwasser
In einigen Orten gibt es die sogenannten Agua purificadoras. Das sind kleine Betriebe, wo man entweder direkt seinen Tank mit Wasser befüllen oder blaue 20 Liter Behältnisse kaufen kann. Die Behältnisse gibt es z.T. auch in Supermärkten. Ansonsten haben wir unseren Wassertank, wenn möglich, immer auf den Campingplätzen aufgefüllt.

Übernachtungen
Übernachtet haben wir auf Campingplätzen oder auf Parkplätzen von Restaurants.
Wie immer haben wir iOverlander genutzt. Die Plätze sind qualitativ sehr unterschiedlich. Es gibt kleine Paradiese, aber auch Plätze, wo Umfeld und Sanitäranlagen sehr zu wünschen übriglassen.
Duschen waren meist vorhanden, oft aber nur mit kalten Wasser ausgestattet. Bei hohen Temperaturen kein Problem und somit herrlich erfrischend. Auf den Toiletten ist meist noch Toilettenpapier zu finden, aber es gibt selten Seife oder gar Papierhandtücher, Stromanschlüsse waren nicht immer vorhanden., Manchmal haben die Eigentümer den Anschluss von Cabañas zur Verfügung gestellt. Waschmaschinen sind auf Campingplätzen ebenfalls rar. Hier bleibt notfalls nur der Gang zu einer öffentlichen Wäscherei oder selber waschen. In Hotels wird manchmal Wäscheservice angeboten.