12 Tage El Salvador – Erfahrungen und Tipps

Autoversicherung
Wir haben bereits in Guatemala eine Versicherung online bei Todoriesgo abgeschlossen, welche auch El Salvador einschließt (siehe hier).

Banken
Auch in El Salvador ist es möglich, in Supermärkten, Hotels, an Tankstellen etc. mit Kreditkarte zu bezahlen. Wir haben jedoch grundsätzlich alles bar bezahlt. Geldautomaten sind in allen größeren Orten zu finden. Es wird grundsätzlich empfohlen, Geld an Automaten abzuheben, die nachts nicht unbewacht sind, also z.B. in Supermärkten. Weniger empfehlenswert sind die kleinen Räume in Banken. Wir haben meistens die Geldautomaten in Supermärkten benutzt.
In El Salvador hatten wir nun erstmals Probleme an Bares zu kommen. Manchmal haben wir bis zu drei Geldautomaten ausprobiert, bevor dann endlich Geld ausgeworfen wurde. Unsere Visa-Card wurde einfach nicht akzeptiert. Geld haben wir z.B. bei der Scotiabank, Banco Promerica de Parque und der Davivienda erhalten. Bei allen drei Banken mussten wir auch keine Gebühren bezahlen. Bei anderen Geldautomaten sind ca. 4,50 USD fällig. Wir haben versucht, immer wenigstens 300 USD zu erhalten. Leider ist an den Automaten nicht ersichtlich, welchen Höchstbetrag man abheben darf. Wenn der Betrag zu hoch gewählt wird, kommt zumindest die Karte wieder aus dem Automaten, aber eben kein Geld. Eine wiederholte Aktion mit einem geringeren Betrag hat bei uns problemlos geklappt.

Einkaufen/Essen
Über das Angebot in den Supermärkten waren wir angenehm überrascht. Obst und Gemüse, aber auch Fleisch sind z.B. ausreichend erhältlich. Wir waren in der Regel bei Despensa Familiar, Maxi Despensar oder Super Selectos einkaufen. Anscheinend alles Ableger von Walmart, wobei das Angebot dazu im Vergleich geringer ist.
Ansonsten gibt es an jeder Ecke kleine Läden, wo zumindest Getränke und manchmal auch Obst und Gemüse erhältlich ist. Ansonsten sind die Märkte gute Anlaufstellen für Obst und Gemüse. Die Lebensmittelpreise sind höher als in den bisherigen anderen zentralamerikanischen Ländern (außer Belize).
Auch in El Salvador gibt es in den Städten jede Menge Fast-Food-Ketten (Mc Donald’s, Subway, Domino’s, Pollo Campero, Don Pollo, …), aber auch kleine Restaurants mit akzeptablen Preisen. Es gibt auch häufiger wieder die kleinen Comedoren wie in Mexiko. Lediglich in San Salvador hatten wir im Zentrum Mühe ein vernünftiges Restaurant zu finden.
In Restaurants ist darauf zu achten, dass man nicht doppelt Trinkgeld gibt, sofern man das nicht ausdrücklich möchte. In der Regel ist das Trinkgeld bereits in der Rechnung enthalten. Ob man eine Chance hat, dies nicht zu bezahlen, wenn man unzufrieden war, wissen wir leider nicht.

Ein- und Ausreise
Informationen zur Ein- und Ausreise findest du hier.

Entfernungen
In El Salvador sind wir 559 km gefahren. Das Land ist klein und somit die Entfernungen gering. Die einzelnen Tagesziele sind einfach anzusteuern. Die durchschnittliche Geschwindigkeit ist nicht so hoch, aber man kommt gut voran.

Internet
Bzgl. Internet ist die Situation sehr unterschiedlich. Auf den Campingplätzen gibt es nicht so oft Internet und wenn, dann nur in der Nähe der Rezeption. Oft gibt es in Restaurants die Möglichkeit sich Zugang zum Internet zu verschaffen. Jedoch muss hier meist das Passwort erfragt werden. Freie Netze gibt es selten. Ansonsten helfen mal wieder die Fast-Food-Ketten oder eine SIM-Karte.

Landschaft/Städte
Viele Gebiete in El Salvador sind abgeholzt. Die Berge im äußersten Norden sind von Kiefern- und Eichenwäldern überzogen. El Salvador ist aber auch ein grünes Land mit Kaffee- und Obstplantagen. An der Pazifikküste gibt es lange Küsten mit Mangroven und tropischem Trockenwald. El Salvador ist aber auch ein Land der Vulkane.
Auch in El Salvador ist wiederum das fehlende Umweltbewusstsein auffällig. Anfangs fuhren wir noch durch saubere Landschaften. Je weiter wir in das Land vorgedrungen sind, desto mehr waren wieder überall Müllecken oder Müllberge an den Straßenrändern zu finden. Manchmal sind mitten in der Landschaft riesige Müllberge zu finden, aus denen es an vielen Stellen so vor sich hin qualmt.
Außer San Salvador haben wir vorrangig kleine Städte besucht, die jedoch alle ihren Reiz hatten und sich gut für einen kleinen Bummel geeignet haben.

Menschen
Wir haben unheimlich freundliche, aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen getroffen. Sie sind sehr gastfreundlich und freuen sich über jeden, der Interesse an ihrem Land zeigt.

Militär-/Polizeikontrollen
Die Polizei- und Militärpräsenz war geringer als in Guatemala. Aber auch hier stehen vor vielen Banken, Supermärkten, Baumärkten, Einkaufszentren, Apotheken, an Autowerkstätten, etc. private Sicherheitskräfte mit Maschinengewehren. Jedoch nicht in allen Gegenden. Nördlich und östlich von San Salvador waren weniger Sicherheitskräfte anzutreffen.
Wir wurden kein einziges Mal angehalten und kontrolliert.

Reiseführer, Infomaterial, Karten
Als Reiseführer haben den Lonely Planet Reiseführer „Zentralamerika“ genutzt. Unserer Meinung nach ist dieser ausreichend. Die einzelnen Reiseziele sind relativ kurz aufgeführt, geben aber eine gute Übersicht. Weiterführende Informationen haben wir uns im Internet gesucht. Einige gute Tipps haben wir wieder aus den Berichten von anderen Reisenden entnommen.
Außerdem hatten wir eine Landkarte El Salvador-Honduras-Nicaragua von Reise-Know-how. Diese bietet wirklich nur eine grobe Übersicht, da viele Straßen nicht eingezeichnet sind.
Touristeninformationen haben wir keine gesehen, aber auch nicht danach gesucht.

Reisezeitraum
Wir waren Ende April/Anfang Mai in El Salvador unterwegs. Das Wetter war tagsüber meist schön. Gegen Abend zog der Himmel oftmals zu und es hat wirklich ordentlich geregnet. Am nächsten Tag hat man jedoch meist nichts mehr davon gesehen. Es war oftmals sehr heiß, insbesondere an der Küste. In den höheren Lagen war es angenehmer. Wer auf einen Vulkan klettert, sollte mit geringeren Temperaturen und starkem Wind rechnen.

Sicherheit
Auch El Salvador gilt als nicht sicheres Reiseland. Bestimmte Wanderungen dürfen nur in Begleitung von Militär/Polizei durchgeführt werden, z.B. die Besteigung des Vulkans Santa Ana. Uns haben zwei Polizisten begleitet. Demgegenüber standen ca. 200 Wanderer (Schulausflug und Brückentag). Inwieweit da tatsächlich eine Gefahr droht, können wir nicht einschätzen. Für uns war eher nachteilig, dass die Wanderung erst um 11.45 Uhr startete, wir aber lieber schon um 08.00 Uhr losgelaufen wären.
Wir haben uns jedoch zu keinem Zeitpunkt in El Salvador unsicher gefühlt.

Straßen
Der Zustand der Straßen war definitiv besser als in Guatemala. Wir sind jedoch fast nur asphaltierte Strecken gefahren. Lediglich ein paar kurze Abschnitte waren etwas rauer. Allerdings gab es auch Strecken, bei denen fehlende Kanaldeckel eine nicht unerhebliche Gefahr darstellten. Einen Moment nicht aufgepasst und die Reise ist vorbei. Manche Straßen waren auch wieder mit großen Schlaglöchern versehen und auch hier gibt es sie wieder, die Topes, die wie in Guatemala Tumulos genannt werden. In Städten ist es wiederum schwierig sich zurecht zu finden. Die Navigationsgeräte kennen nicht in jede Einbahnstraße. Wir hatten mehrmals Schwierigkeiten herauszufinden, was eine Einbahnstraße ist und was nicht. Oftmals hilft es nur zu sehen, in welcher Richtung die Autos parken, um herauszufinden, ob es eine Einbahnstraße ist oder nicht.
Die Fahrweise der El Salvadorianer ist unterschiedlich. Überholen an unübersichtlichen Stellen oder bei Gegenverkehr sind keine Seltenheit.

Tanken
Tankstellen sind im ganzen Land verteilt und zahlreich vorhanden. Wir selbst haben in El Salvador nicht getankt. Soweit wir es gesehen und erlebt haben, gibt es keine Probleme Diesel zu tanken.

Toiletten
Von den öffentlichen Toiletten waren wir angenehm überrascht. Insbesondere an den Tankstellen sind sie in einem guten Zustand und kostenlos zu nutzen. Sonstige öffentliche Toiletten sind manchmal schwer zu finden und entweder kostenlos oder gegen ein kleines Entgelt zu nutzen. Auch die Nutzung von Toiletten in Cafés oder Restaurants ist möglich.
In die Toiletten darf nichts hineingeworfen werden, auch kein Toilettenpapier (Verstopfungsgefahr). Dafür stehen entsprechende Behältnisse bereit. Toilettenpapier ist nicht immer vorhanden. Manchmal wird welches von den Reinigungskräften vor den Toiletten verteilt, manchmal befindet es sich zentral im Toilettenraum, aber nicht an der einzelnen Toilette. Also, vorher nachsehen. Sicherer ist es auf jeden Fall, immer etwas Toilettenpapier bei sich zu haben.

Trinkwasser
Auch in El Salvador ist es kein Problem an Wasser zu kommen. Es gibt zum Teil wieder die kleinen „Agua Purificada“-Betriebe, aber auch in Supermärkten bekommt man Kunststoffbehälter mit 20 Litern Wasser, die gegen neue ausgetauscht werden können. Ansonsten haben wir unseren Wassertank, wenn möglich, immer auf den Campingplätzen aufgefüllt.

Übernachtungen
Wir haben in El Salvador grundsätzlich auf Campingplätzen oder Plätzen an Hotels oder anderen Einrichtungen übernachtet. Auch haben wir uns ein paar Tage Aufenthalt in einem Hotel gegönnt. Freies Campen erschien uns nicht so sicher. Wir hatten keine Probleme entsprechende Plätze zu finden, wobei uns natürlich die iOverlander-App sehr geholfen hat. Wir hatten das Glück, (fast) immer einen schönen und ruhigen Platz gefunden zu haben.
Duschen stehen oft zur Verfügung, manchmal aber nur mit kaltem Wasser, was bei den z.T. hohen Temperaturen aber sehr erfrischend war. Es gibt ganz normale Toiletten.
Waschmaschinen sind eher rar. Wir sind hier auf Handwäsche umgestiegen, da auch öffentliche Wäschereien nicht so oft zu finden waren.