14 Tage Panama – Erfahrungen und Tipps

Autoversicherung
Eine Haftpflichtversicherung für Panama ist Pflicht und wir haben diese direkt an der Grenze abgeschlossen. Für 30 Tage haben wir 25 USD bezahlt.

Banken
Es ist durchaus möglich, in Supermärkten, Hotels, an Tankstellen etc. mit Kreditkarte zu bezahlen. Wir haben darauf jedoch weitgehend verzichtet und bar bezahlt.
In der Regel konnten wir bis zu 500 USD abheben. Auch mehrere Geldabhebungen hintereinander waren kein Problem. Die Gebühren betrugen 5,25 USD pro Abhebung.
Da in Panama der Dollar als Währung gilt, kann auch hier noch Geld für die Verschiffung, die meist bar bezahlt werden muss, abgehoben werden.

Einkaufen/Essen
In Panama gibt es nach amerikanischen Vorbild große Malls, wo es alles gibt, was das Herz begehrt. Lebensmittel haben wir meist bei Super Baru oder Super 99 gekauft, manchmal auch in kleinen Geschäften am Straßenrand. Das Angebot ist sehr gut. Die Preise sind niedriger als in Costa Rica, aber dennoch nicht so niedrig wie in den anderen lateinamerikanischen Ländern.
Fast-Food-Ketten gibt es wie Sand am Meer, insbesondere in den Malls.
Wir haben oftmals in kleinen Restaurants gegessen. Von den Preisen her gilt das gleiche wie bei den Lebensmitteln.

Ein- und Ausreise
Informationen zur Ein- und Ausreise findest du hier.

Entfernungen
In Panama sind wir 696 km gefahren. Die einzelnen Entfernungen, die wir in Panama zurückgelegt haben, waren meist nicht so riesig. Das kommt aber auf die gewählte Strecke an. Wir sind in jedem Fall nur tagsüber gefahren und haben unser Ziel immer bequem erreicht.

Internet
Bzgl. Internet ist die Situation sehr unterschiedlich. Auf den Campingplätzen gibt es nicht so oft Internet und wenn, dann nur in der Nähe der Rezeption. Die Qualität ist auch dann oft nicht die Beste. Außerdem besteht in Restaurants und Einkaufszentren die Möglichkeit sich Zugang zum Internet zu verschaffen. Zum Teil muss das Passwort erfragt werden.  Ansonsten helfen mal wieder die Fast-Food-Ketten. Oder man kauft sich eine SIM-Karte in einem der unzähligen Geschäfte, z.B. von Movistar oder Claro.

Landschaft/Städte
Leider war unsere Zeit in Panama zu kurz, um einen umfassenden Überblick zu erhalten. Dennoch hat uns die Landschaft sehr gut gefallen. Sie ist z.T. ähnlich wie in Costa Rica. Manchmal erinnerte uns die Landschaft auch an den Allgäu, den Thüringer Wald oder die Lausitzer Teichlandschaft. Es ist sehr grün, bergig. Es gibt Wälder und saftige Wiesen mit grasenden Kühen.
Außer Panama-Stadt haben wir nur kleine Orte besucht, die uns gefallen haben aufgrund ihrer landschaftlichen Lage. Große Sehenswürdigkeiten waren dort nicht zu finden. Sie eignen sich eher zum Wandern. Panama-Stadt ist natürlich etwas ganz anderes. Nach der langen Zeit, die wir in der Landschaft verbracht haben, war es schön, mal wieder eine Skyline zu sehen. Auch die Altstadt ist interessant. Ansonsten gibt es dort aber sehr viele arme Viertel.
In Panama war es wesentlich sauberer als in anderen zentralamerikanischen Ländern.

Menschen
Wir haben sehr freundliche und herzliche Menschen getroffen. Gefühlt empfanden wir die Menschen viel freundlicher als in Costa Rica.

Militär-/Polizeikontrollen
Panama hat 1990 das Militär abgeschafft. Es ist also nur Polizei anzutreffen und diese wieder etwas mehr und mit Maschinengewehren bewaffnet. Auch in so kleinen Orten wie Boquete und El Valle. Kontrolliert wurden wir nicht.

Reiseführer, Infomaterial, Karten
Als Reiseführer haben den Lonely Planet Reiseführer „Zentralamerika“ genutzt. Unserer Meinung nach ist dieser ausreichend. Die einzelnen Reiseziele sind relativ kurz aufgeführt, geben aber eine gute Übersicht.
Außerdem hatten wir eine Landkarte Costa Rica/Panama von Reise-Know-how. Diese bietet wirklich nur eine grobe Übersicht, da viele Straßen nicht eingezeichnet sind. Für uns war sie jedoch ausreichend.
Touristeninformationen gibt es auch in Panama selten. In Boquete gibt es ein Visitorcenter, welches wir jedoch nicht besucht haben. In El Valle haben wir noch einen kleinen Informationsstand gefunden. Der Mitarbeiter sprach sogar englisch und es gab etwas Informationsmaterial.

Reisezeitraum
Wir waren von Anfang bis Mitte Juli in Panama unterwegs und hatten relativ wechselhaftes Wetter und immer mal Regen. An der Küste war es sehr heiß, in den Bergen angenehm.

Sicherheit
In manchen Stadtteilen von Panama-Stadt ist es sicherlich nicht empfehlenswert nach Einbruch der Dunkelheit spazieren zu gehen. Wir haben uns aber nie unsicher gefühlt, sind aber natürlich nur in einem kleinen Teil gereist.

Straßen
Die Hauptverkehrsstraßen sind in einem guten bis sehr guten Zustand und der Verkehr (außerhalb Panama-Stadt) hält sich in Grenzen. Sehr oft haben wir jedoch die Polizei mit Laserpistolen angetroffen. Bei den gut ausgebauten Straßen sicherlich ein lohnendes Geschäft, da meist nur 80 oder 100 km/h erlaubt sind.
In Panama-Stadt ist der Verkehr ziemlich chaotisch. Insbesondere die Taxis fahren wie sie wollen. Auch als Fußgänger lebt man relativ gefährlich.

Tanken
Es gibt viele Tankstellen. Uns ist jedoch aufgefallen, dass insbesondere an der Panamericana über lange Strecken Tankstellen manchmal nur auf einer Seite sind. Soweit wir es gesehen und erlebt haben, gibt es keine Probleme Diesel zu tanken. Es wird direkt an der Zapfsäule bezahlt. Wenn man möchte, bekommt man eine Quittung. Es ist sowohl Barzahlung als auch Zahlung mit Kreditkarte möglich. Auch hier freut sich der Tankstellenmitarbeiter über ein kleines Trinkgeld. Der Preis für Diesel liegt bei ca. 0,65 €/l.

Toiletten
Öffentliche Toiletten sind schwer zu finden. Die Nutzung erfolgt in der Regel gegen ein kleines Entgelt. Meist bleibt nur die Nutzung in Cafés, Restaurants oder an Tankstellen.
In die Toiletten darf nichts hineingeworfen werden, auch kein Toilettenpapier (Verstopfungsgefahr). Dafür stehen entsprechende Behältnisse bereit. Toilettenpapier ist nicht immer vorhanden. Manchmal wird welches von den Reinigungskräften vor den Toiletten verteilt, manchmal befindet es sich zentral im Toilettenraum, aber nicht an der einzelnen Toilette. Also, vorher nachsehen. Sicherer ist es auf jeden Fall, immer etwas Toilettenpapier bei sich zu haben.

Trinkwasser
Im Supermarkt sind ebenfalls die blauen 20 Liter Behältnisse erhältlich. Wir haben unseren Wassertank immer auf den Übernachtungsplätzen aufgefüllt.

Übernachtungen
Übernachtet haben wir auf Campingplätzen und bei den Feuerwehrleuten in Boquete. Wie immer haben wir zum Finden von Übernachtungsplätzen iOverlander genutzt.
Die von uns genutzten Plätze waren meist einfach, aber landschaftlich schön gelegen. Duschen waren meist vorhanden, oft aber nur mit kalten Wasser ausgestattet. Auf den Toiletten ist meist noch Toilettenpapier zu finden, aber es gibt selten Seife oder gar Papierhandtücher, Stromanschlüsse waren nicht immer vorhanden. Waschmaschinen waren auf den Plätzen gar nicht vorhanden. Hier bleibt notfalls nur der Gang zu einer öffentlichen Wäscherei oder selber waschen.