07.08. bis 28.08.18 – Kolumbien zum Zweiten

Bevor wir das nächste große Ziel, Medellin, ansteuern, gibt es für uns zwischendurch noch einige interessante Punkte abzufahren. Ein geschichtlich Bekanntes und für die Kolumbianer Wichtiges ist das Schlachtfeld Puente de Boyaca. Am 7. August 1819 wurde durch den Sieg der kolumbianischen Truppen unter General Simon Bolivar über das spanische Heer die Unabhängigkeit Kolumbiens besiegelt. Und just an diesem 7. August stehen wir (zufällig!, so war das nicht extra geplant) an diesem geschichtsträchtigen Tag am Denkmal des berühmten Feldherren, der als 18 m hohe Skulptur auf hohem Sockel steht. Umgeben ist er von 5 Engeln, die für die Länder Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru und Bolivien stehen, jene Länder, die er durch seine Schlachten befreit hatte. Natürlich ist das Denkmal an diesem Tag vom kolumbianischen Publikum recht frequentiert. Wir fahren auch durch Orte, in denen zu Ehren dieses Tages Umzüge stattfinden (die uns ein wenig an die 1. Mai-Demonstrationen erinnern). Die Puente de Bolivar ist die Brücke, nach der das Schlachtfeld benannt wurde und die man 1939 rekonstruiert hat.
Etwa 50 km von der Landeshauptstadt Bogota entfernt, besichtigen wir die riesige Salzkathedrale von Zipaquira, eines von weltweit drei dieser unterirdischen Bauwerke. Für die als architektonisches Meisterwerk geltende Kathedrale mussten 250.000 Tonnen Salzgestein abgetragen werden. Das Salzbergwerk selbst erstreckt sich auf einem Quadratkilometer und ist bis zu 800 m tief. In die eigentlichen Abbauschächte, die sich in die Tiefe erstrecken und die wir nicht zu sehen bekommen, passt der Pariser Eiffelturm von Höhe und Breite locker hinein. Wahnsinn. Als Besucher bewegt man sich allerdings „nur“ in einer Tiefe von ungefähr 180 m. Durch breite Tunnel im Gestein laufen wir durch breite Gänge, in denen in verschiedenen Nebenhöhlen der Kreuzweg Christi durch Steinhauerarbeiten nachgebildet wurde. Dazu ertönt Schuberts Ave Maria, das in diesem Ambiente einen besonderen Klang erhält (auch wenn es leider nicht von Pavarotti gesungen wurde). Der Kreuzweg mündet am Ende in der Tat in eine durch 4 gewaltige Säulen gestützte Kathedrale, die wie eine Kirche ausgebaut wurde und in der man das größte steinerne unterirdische Kreuz der Welt bewundern kann. Ein lohnenswerter Ausflug, schon allein wegen der gewaltigen bergbauerischen Leistung, die die Kolumbianer hier vollbracht haben.

Weiter geht es Richtung Nordwesten, zunächst ziemlich abgelegen von der Straße offroad die Berge hinauf auf die Finca San Luis zu Vivian und Alejandro. Das Ehepaar betreibt hier seit 3 Jahren eine Kakaoplantage und in einer vierstündigen(!) Tour erfahren wir vieles über den Kakaoanbau und dessen Verarbeitung. Die Beiden haben sichtbar Freude daran, Besucher durch ihre Plantagen zu führen, um dann mit ihnen die Bohnen auf altherkömmliche Weise zu rösten, zu mahlen und schließlich als Pulver, Riegel oder als Getränk zu genießen. Außerdem bieten sie einen sehr schönen Stellplatz für Overlander mit herrlichem Blick auf die umgebende Felsenlandschaft an. Sehr empfehlenswert. Die Beiden laden uns vor der Abreise noch zum Frühstück ein, dann geht es weiter nach Westen.

Der Weg nach Guatapé führt uns dann einige schweißtreibende Stunden über sehr steinige und steile Offroadpisten, erst im Nachhinein sehen wir, dass wir im Bogen auch eine wahrscheinlich schnellere Route hätten fahren können. Na ja, so sehen wir mehr vom Hinterland und zahlen weniger Maut, was ja auch nicht schlecht ist. Aber der Staub…. Ständig kehren wir die Hecktür ab, damit wir ohne Hustenanfälle einsteigen können.
Zwischen den Andenausläufern in den Tälern ist es zwischendurch wieder sehr heiß, Guatapé liegt dann wieder höher auf 1.800 m und es ist zumindest nachts bei unter 20°C zum Schlafen wieder angenehm.
Guatapé ist schon als Stadt sehr hübsch, enge Gassen mit auffallend bunten Häusern, die in der unteren Hälfte mit bemalten bunten Reliefs verziert sind. Noch beeindruckender ist aber die Lage innerhalb eines mit vielen kleinen Inselchen durchzogenen Stausees. Das gesamte Gebiet können wir vom alles überragenden 200 m hohen Granitmonolithen Piedra del Peñol sehr schön einsehen. Über eine Steintreppe mit 659 Stufen, die in einer Felsspalte bis zum Gipfel führt, gelangen wir schnaufend hinauf und genießen den wunderbaren Anblick der Seenlandschaft. Am Sonntag ist es empfehlenswert, (wie wir)  früh am Vormittag aufzusteigen, die Sicht ist dann noch gut, es wird erst gegen Mittag diesiger und die unzähligen Touristenbusse aus Medellin kommen erst später.

Am Nachmittag erreichen wir schließlich den Stadtrand von Medellin, wo wir einen Stellplatz mit Busanbindung etwa 1.000 Höhenmeter oberhalb der Stadt finden. Die Drei-Millionenstadt Medellin liegt von hohen Bergen umgeben in der Mitte eines gewaltigen Talkessels. Mit dem Bus gelangen wir ins Zentrum der Stadt in einer abenteuerlichen Serpentinenfahrt 1.000 m bergab. Was wir vorfinden, ist ein Stadtzentrum, dass von der Bausubstanz und vom Ambiente her von der Eleganz der großen Städte Mexikos so weit entfernt ist, wie wir gerade von der Heimat. Graue, architektonisch überschaubar anspruchsvolle Betonbauten, einige wenige, leidlich anschauliche Kirchen, die Straßen von Autos und die Fußgängerzonen von Passanten überfüllt (montags und dienstags!). Überall preisen Animateure vor den tausenden Geschäften ihre Waren an und locken mit allerlei Angeboten. Dazu kommen unzählige von Straßenhändlern aller Richtungen. Was besonders auffällt, sind die in allen Ecken auf Pappe und stinkenden Klamotten liegenden Obdachlosen, die teilweise in einem (gesundheitlich) schlimmen Zustand sind. Überall wird in Abfalleimern nach leeren Flaschen und etwas Essbaren gewühlt – was dann, egal in welchem Zustand – auch gleich gegessen wird. Erbärmliche Zustände, so schlimm hatten wir das bisher kaum gesehen. Da wir uns nicht trauen und uns schämen, diese armen Kreaturen auch noch zu fotografieren, finden wir selbst um die Plazoleta de las Eculturas mit ihren eigenwilligen Bronzeskulpturen kaum sehenswerte Motive. Dafür gibt es Pornos und Sexspielzeug aller Art frei am Straßenrand zu sehen und zu kaufen. Das spricht einerseits für eine gewisse Freizügigkeit und Lockerheit, andererseits laufen eben auch schon kleine Kinder aller Altersgruppen staunend daran vorbei. Aufklärung in der Schule dürfte hier deutlich zu spät kommen.
Der zweite Tag ist nach unserem Geschmack deutlich interessanter, denn wir nehmen an einer Graffiti Free Zippy Walking Tour durch einen Teil der Comuna 13 teil, einem der 16 Bezirke der Stadt (Danke Katrin und Till für den Tipp). Hier laufen wir in einem der Wohngebiete, die an den Berghängen rings um das Zentrum gruppiert und die auch weit entfernt von schön sind, in denen wir aber wohl ganz gut das Wohnen und Leben der (vermutlich) durchschnittlich betuchten Einwohner der Stadt kennenlernen (Obdachlose und Bettler sahen wir im Zentrum genug, ein Villenviertel haben wir nicht gesehen, wahrscheinlich wäre dies eher am Stadtrand zu suchen). Unsere einheimische Führerin berichtet über die hohe Kriminalitätsrate und die Gewalt zu Zeiten des Drogenbarons Pablo Escobar und auch noch danach in den 80er und 90er Jahren. Gerade die Comuna 13, die Anschluss an die angrenzende Bergwelt und damit den Drogenanbaugebieten bildet, war Schauplatz der rivalisierenden Drogenbanden und Paramilitärs. Erst nach 2011, nachdem die Regierung unter vielen (auch zivilen) Opfern mit massiven Militäreinsatz für ein Ende der Bandenkriege sorgte, kehrte mehr Ruhe und Ordnung in das Viertel ein. Aber auch heute leiden die Einwohner unter anderem unter Schutzgelderpressungen der hiesigen Mafia.

Die Straße von Medellin Richtung Süden fährt sich sehr zäh, immer wieder geht es in Serpentinen bergauf und  bergab, die Truckschlangen lassen sich nur schwierig und teils mit hohem Risiko überholen, den Rest erledigen Baustellen und die unsäglichen Mautstationen.
Wir schlendern durch das Städtchen Salento, das nichts Außergewöhnliches zu bieten hat, aber recht nett ist. Auffällig in der gesamten Gegend sind die vielen gut erhaltenen Willys-Jeeps aus dem zweiten Weltkrieg, die neu aufgepeppt und bunt angestrichen, immer noch das Haupttransportmittel für Mensch, Tiere und Waren in der ländlichen Region hier sind. Die ersten Jeeps kamen als ausgesonderte US-Militärfahrzeuge 1950 nach Kolumbien.
Zwischen Salento und Ibaque geht es den ganzen Vormittag auf ausgewaschenen Geröllpisten offroad, hoch über einem breiten grünen Tal, das von Bergwipfeln umsäumt ist. Hier sehen wir in über 3.000 m Höhe die palmas de cera, die Wachspalmen, die größte Palmenart der Welt. Bis zu 60 m hoch sind die größten Exemplare und es handelt sich immerhin um den Nationalbaum Kolumbiens. Wer also botanisch sehr interessiert ist (die Palmen sehen am Ende eben aus wie Palmen so aussehen, nur die Stämme sind eben etwas länger geraten) und ein stabiles Fahrwerk und Geduld hat, der kann die 4 Stunden auf der Piste investieren, ansonsten kann man sich das stundenlange Gerüttel auch ersparen.

Etwa auf hälftigem Weg zwischen Bogota und einem weiteren Ziel, San Augustin, liegt die Desierto de la Tatacoa (Tatacoawüste). Eigentlich ist es ein großer, von Bergen (welche die Niederschläge abhalten) eingesäumter, sehr trockener Sandkasten mit bizarren Steinformationen, in dem es aber tatsächlich sehr heiß ist – wir haben tagsüber um die 45°C. Beim Wandern zwischen den Sandsteinen, die mit vielen Kakteen geschmückt sind und eine kleine Westernatmosphäre entstehen lassen, ist es teilweise vor Hitze kaum auszuhalten. Wir laufen vielleicht 2 Stunden in dem Kessel und trinken dabei locker jeder 2 Liter Wasser. Am Wichtigsten hier sind sehr dicke Sohlen, denn die Kakteenstachel liegen überall, sind extrem spitz (extreme Vorsicht auf Augenhöhe und beim Bücken ist angesagt!), stabil und teilweise bis 4 cm lang! Erstaunlich, dass sie auch durch sehr feste Schuhsohle hindurchspießen, ohne abzubrechen. Auch vor Autoreifen machen sie keinen Halt. Ralf sammelt einige aus dem Gummi, die glücklicherweise nicht so tief steckten.

Bevor wir uns endgültig nach San Augustin aufmachen, erwartet uns noch ein Wandertag durch die wohl zweitwichtigste archäologische Stätte Kolumbiens (nach San Augustin): Die unterirdischen Grabstätten von Tierradentro, einem kleinen, ruhigem Ort, der nur über unbefestigte Straßen erreichbar ist. Die Stätten können auf einem insgesamt 14 km langem Rundweg an einem Tag abgewandert werden. Wir sparen uns die am weitesten entfernte von ihnen, EL Aguacate, sind aber dennoch mit Pausen durch die Besichtigung der Stätten und der Mittagspause gute fünf Stunden unterwegs, wobei auch recht steile Wege durch schöne Berglandschaft mit Kaffeeplantagen und immer wieder kleinen Anwesen von Bauern und Viehzüchtern, bis auf 1.850 m Höhe dabei sind. In Segovia (der mit Abstand eindrucksvollsten Stätte), El Duende, El Tablon und Alto de San Andres steigen wir in die wichtigsten der teilweise 9 m tief liegenden Grabstätten hinab und sehen uns einige Steinstatuen an. Einige Grabkammern sind leicht beleuchtet, für manche brauchen wir im Stockdunkeln aber eine Taschenlampe. Fast alle Gräber sind in einer Art Igluform im Vulkangestein angelegt und wohl um 700-900 nach Christus entstanden. Die gewölbten Decken werden durch dicke Säulen gestützt. An diesen und zum Teil auch an den Wänden und Decken finden wir teils recht gut erhaltene rote und schwarze Wandmalereien sowie Steinhauarbeiten, die meist Gesichter zeigen. Teilweise finden wir noch die Löcher im Boden, in denen die recht großen Urnen (je bedeutender der Tote zu Lebzeiten, desto größer die Urne) gestanden haben. Die meisten wurden zusammen mit anderen Grabbeilagen von Grabräubern geplündert oder können am Beginn oder Ende der Wanderung am Eingang des Parque Arqueologico in den dortigen Museen besichtigt werden. Für archäologisch Interessierte ist Tierradentro sicher ein Muss, ein wenig Kondition sollte aber mitgebracht werden. Aber auch unabhängig von den Grabstätten lernen wir unterwegs einiges über das Leben der Kolumbianer in dieser insgesamt doch recht einsamen Gegend. Wir haben einen Stellplatz an einem Hostel neben dem Parkeingang, welches so altmodisch ist, dass es nicht einmal ein Telefon gibt.

Etwa 250 km südwärts erreichen wir dann den Parque Arqueologico bei San Augustin, die bedeutendste archäologische Stätte des Landes. Natürlich ist sie nicht zu vergleichen mit den Maya-Stätten Guatemalas oder gar den Azteken/Toltekenstätten Mexikos. Im Mittelpunkt stehen hier auch keine monumentalen Tempel oder Pyramiden, sondern Statuen, die immerhin zwischen 4.000 und 1.000 vor Christus erschaffen wurden. Über 500 dieser Steinskulpturen (die Größte ist 7 m hoch) gibt es nicht nur im Parque Arqueologico, sondern auch noch an mehreren anderen kleineren Fundstätten der Region. Uns reichen die 130 Steine im Parque, um einen Eindruck der künstlerischen Steinarbeiten dieser längst vergangenen Zeiten zu gewinnen. Dargestellt sind Gottheiten und Tempelwächter, aber auch weitgehend naturgetreue menschliche Gestalten, heilige Tiere wie Adler und Frosch. Vieles wirkt natürlich ein wenig bizarr, aber bedenkt man, dass solche Steinbearbeitungen zum Teil schon vor 6.000 Jahren gefertigt worden, nötigt das natürlich gewaltigen Respekt ab. Außerdem sind eine Menge Gräber mit steinernen Sarkophagen, aber auch kleine Wohnhöhlen freigelegt worden. In ein Flussbett wurden kleine Terrassen gehauen, die teilweise ebenfalls mit Bildern verziert wurden und wohl zu rituellen Waschungen dienten.
Leider haben die Parkverantwortlichen die schönsten der Statuen mittlerweile mit Zäunen umgeben und mit Wellblechdächern überdacht, was sicher zum Schutz gedacht ist, den Bildern aber leider ihre Natürlichkeit nimmt. Gerne hätten wir die Steine an Originalstätte auch in der natürlichen Umgebung gesehen.

Bevor wir uns endgültig Richtung ecuadorianische Grenze aufmachen, müssen wir zunächst von Mocoa nach Pasto, über den Trampolin de la Muerte (Trampolin des Todes). Nach diversen Beschreibungen ist dies eine der gefährlichsten und spektakulärsten Straßen auf dem Kontinent und führt wieder in die Höhe über einen Andenausläufer. Na gut, wir finden eine rumpelige Geröllpiste vor, die teilweise in recht engen Serpentinen die Bergkanten entlang führt und nicht in allen Abschnitten durch Leitplanken abgesichert ist. Viele Kreuze am Wegesrand zeugen offensichtlich von diversen Unfällen oder Abstürzen in die viele hundert Meter tiefe Schlucht. Teilweise ist es nicht ganz ungefährlich, da der Regen der letzten Tage auch manche Abbruchkante zusätzlich vergrößert hat. Ein wenig knifflig wird es aber eigentlich nur, wenn entgegenkommende Trucks zum Rückwärtsfahren in eine der (allerdings ausreichend vorhandenen) Ausbuchtungen zwingen. Das ist nicht immer angenehm. Dazu kommt heute Dauerregen und leider auch dichter Nebel ab 2.000 m Höhe (Der Pass bis zur Laguna de la Cocha führt auf über 3.500 m), so dass wir von der Berglandschaft leider fast überhaupt nichts sehen können.
Zum Trampolin des Todes: Wer schon einige Gebirgspässe, vielleicht sogar die engen Panoramastrassen der Alpen mit etlichen Reversen gefahren ist, für den ist das hier eher Routine. Allerdings Achtung wegen den Abbruchkanten, die bei schlechter Sicht oder bei Überspülung durch Wasser auch mal zur verhängnisvollen Falle werden können.
Wir verbringen eine Nacht an der Laguna de la Cocha in El Puerto. Ein Spaziergang durch das kleine Örtchen lohnt auf jeden Fall. Mit seiner Lage an den mit kleinen Brücken überspannten Ausläufern der Lagune, den Booten, auf denen Fahrten auf dem See angeboten werden und den vielen Hotels und Gaststätten, erinnert es sehr an die Orte im Spreewald. Und das mitten in Kolumbien.

Direkt an der Grenze zu Ecuador schlafen wir an der Seilbahnstation über einer Schlucht nahe dem Dorf Las Lajas. So bietet sich die 20minütige Fahrt ins Tal zur beeindruckenden Basilica Santuario de Las Lajas an. Sie steht gigantisch auf einer steinernen Torbogenbrücke im Prinzip direkt über der Schlucht. Die Pilger glauben, dass genau hier die Jungfrau Maria auf der Felswand gegenüber der Kirche, 45 m über dem Fluss, Mitte des 18. Jahrhunderts erschienen ist. Danksagungen an diese finden sich an unzähligen Tafeln an den Felswänden rund um das beeindruckende Gemäuer. Sowohl vom Wasserfall am anderen Ende der Schlucht, als auch von der anderen Seite auf einem Wanderpfad den Fluss entlang, haben wir einen sehr schönen Blick.

Mit diesen letzten Eindrücken starten wir am nächsten Morgen Richtung Ecuador. Kolumbien ist ein weites Land, in dem es sicher weitaus mehr zu sehen gebe, als wir zu berichten haben. Dennoch haben wir in 6 Wochen einen schönen Einblick über Land und Leute in verschiedenen Regionen bekommen. Auch hier sind viele Menschen ausgesprochen gastfreundlich, fast überall fühlten wir uns willkommen. Ein paar Abstriche gibt es in manchen Geschäften und Restaurants, wo wir manchmal den Eindruck hatten, dass jeder Kunde einer zu viel ist. Die emsige Geschäftstüchtigkeit der Mexikaner vermissen wir hier teilweise. Ansonsten empfinden wir Kolumbien als sicheres Reiseland (wie immer gewisse Vorsichtsmaßnahmen vorausgesetzt), dass auf einem für uns erstaunlich hohem Entwicklungsstand ist und zudem in fast allen von uns befahrenen Gegenden einen recht sauberen Eindruck hinterlässt. Das einst von Pablo Escobar beherrschte und im Drogensumpf und Gewalt versunkene Land ist wieder auferstanden und kann jedem Reisenden mit gutem Gewissen empfohlen werden.