10 Tage Bolivien – Erfahrungen und Tipps

Anmerkung: Wir waren nur 10 Tage in diesem großen Land und können unsere Informationen nur auf diesen doch sehr kurzen erlebten Zeitraum begrenzen. Bei einem längeren Aufenthalt würde sich ggf. ein ganz anderes Bild ergeben.

Autoversicherung
Unsere Ausführungen bzgl. Autoversicherung findet ihr hier unter Peru.

Banken
Es ist durchaus möglich, in einigen Einrichtungen mit Kreditkarte zu bezahlen. Wir haben darauf jedoch weitgehend verzichtet und bar bezahlt. Bei der Bank Ecofuturo konnten wir 1.200 bzw. 1.500 Bolivianos ohne Gebühren abheben.

Einkaufen/Essen
Wir waren nur einmal „richtig“ einkaufen und zwar in La Paz im Megacenter. Das Angebot an Lebensmitteln ist dort sehr gut. Ansonsten haben wir wieder kleine Geschäfte genutzt und Obst und Gemüse auf dem Markt gekauft.

Ein- und Ausreise
Informationen zur Ein- und Ausreise findest du hier.

Entfernungen
In Bolivien sind wir 1.377 km gefahren. Unsere Route hat sich dabei von der Grenze nach La Paz zum Salar de Uyuni und dann die Lagunenroute entlang beschränkt.

Internet
An Hotels und Campingplätzen hatten wir recht gutes Internet. Sogar auf der Salzpfanne und der Lagunenroute ist vereinzelt Internet verfügbar (entsprechend gekennzeichnet). Auch in Restaurants und Cafés besteht die Möglichkeit, sich Zugang zum Internet zu verschaffen. Jedoch muss hier meist das Passwort erfragt werden. Oder man kauft sich eine SIM-Karte, z.B. von Entel oder Tigo.

Landschaft/Städte
Der Salar de Uyuni und die Landschaft entlang der Lagunenroute haben uns schon begeistert. Auf dieser riesigen weißen Fläche zu fahren, ist ein besonderes Erlebnis. Es ist nichts weiter zu sehen als weiß und in weiter, weiter Ferne die Berge. Wie weit diese sein müssen, versteht man, wenn eine der kleinen Inseln auf dem Salar ins Blickfeld kommt. Man denkt, dass es nur eine kurze Strecke bis dahin ist und tatsächlich fährt man …zig Kilometer bis sie erreicht ist.
Die Fahrt auf der Lagunenroute soll der Traum eines jeden Südamerikareisenden sein und auch wir sind froh, diese Route gefahren zu sein. Auch wenn es nicht so leicht war. Wir hatten zu kämpfen mit der Höhe, die teilweise über 5.000 m erreicht, die Straße strotzt vor Wellblechpisten und Schlaglöchern, es ist staubig, windig und nachts frostig. Und dennoch ist es ein einmaliges Erlebnis. Die Lagunenroute begeistert mit ihrer Vielfalt an Farben. Es gibt traumhafte Lagunen, Thermalpools zum Relaxen, Flamingos ohne Ende, heiße und brodelnde Schlammlöcher.
La Paz, die höchstgelegene Verwaltungshauptstadt weltweit, befindet sich in der Altiplano-Hochebene der Anden auf mehr als 3.500 m über dem Meeresspiegel. Diese Stadt zu besuchen, war für uns ein besonderes Erlebnis. La Paz ist nicht wirklich eine schöne, aber doch sehr interessante Stadt. Vielleicht haben wir das auch nur so empfunden, weil wir eine wirklich sehr gute und informative Stadtführung gemacht haben. Durch Gerd, unserem Stadtführer, haben wir so viel an Hintergrundinformationen erfahren dürfen, dass sich dieser Besuch wirklich gelohnt hat. Besondere Erlebnisse waren der Hexenmarkt und die Fahrt mit dem ausgeklügelten Seilbahnsystem. Absolut empfehlenswert.

Menschen
Richtigen Kontakt zu den Bolivianern hatten wir in der kurzen Zeit kaum, so dass wir uns über sie keine umfassende Meinung bilden konnten. Diejenigen, mit den wir zu tun hatten, waren aber sehr freundlich.

Militär-/Polizeikontrollen
Uns hat niemand angehalten und kontrolliert.

Reiseführer, Infomaterial, Karten
Als Reiseführer haben den Know-How Reiseführer „Bolivien kompakt“ genutzt. Dieser ist wirklich sehr kompakt, aber für unsere wenigen angefahrenen Ziel ausreichend. Wir haben hier auch die Berichte von anderen Reisenden genutzt.

Außerdem hatten wir eine Landkarte Bolivien von Reise-Know-how. Diese haben wir jedoch nur zur Übersicht genutzt.

Reisezeitraum
Wir waren von Anfang November bis Mitte November in Bolivien unterwegs. Das Wetter war in der Zeit gut.

Sicherheit
Wir haben uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Es gab keine Probleme.

Straßen
Von der Grenze bis La Paz und weiter Richtung Uyuni ist die Straße gut ausgebaut. Dagegen ist die Straße zum Einstiegspunkt der Lagunenroute doch recht holprig und mit so manchem Schlagloch versehen. Den Zustand der Lagunenroute haben wir schon hier im Bericht ausführlich beschrieben.

Tanken
Tanken kann sich in Bolivien etwas schwierig gestalten. Viele Tankstellen geben keinen Kraftstoff an Ausländer ab. Kraftstoff ist subventioniert und kostet somit für die Einheimischen ca. 4 Bolivianos. Für Ausländer ist, wenn sie denn welchen bekommen, der doppelte Preis fällig. Dieser Preis wäre ja auch nicht das Problem, wenn die Tankstellen sich nicht weigern würden, den Preis entsprechend umzustellen und zu berechnen. Manche Tankstellen, in der Regel die nicht videoüberwachten, lassen auch ohne Rechnung inoffiziell vom Preis her mit sich handeln und dann kostet der Liter vielleicht nur 6 Bolivianos. In iOverlander sind einige Tankstellen eingetragen, bei denen Weltenbummler ihre Erfahrungen gemacht haben und die somit als Anhaltspunkt dienen können. Es sollte also nie so lange gefahren werden, bis die Kraftstoffanzeige aufleuchtet. Wer die Lagunenroute fährt, muss auf jeden Fall volltanken, denn dort gibt es definitiv keinen Kraftstoff.
Beim Tanken darauf achten, dass die Anzeige genullt ist, ansonsten wundert man sich dann über den zu hohen Preis. Bezahlt werden kann direkt an der Zapfsäule. Wir haben bar bezahlt. Der Servicemitarbeiter freut sich über ein kleines Trinkgeld.

Toiletten
Öffentliche Toiletten haben wir nur in La Paz gesucht. Zumindest an den Seilbahnstationen und ansonsten in Cafés und Restaurants sind wir fündig geworden. Die Nutzung erfolgt in der Regel gegen ein kleines Entgelt.
In die Toiletten darf nichts hineingeworfen werden, auch kein Toilettenpapier (Verstopfungsgefahr). Dafür stehen entsprechende Behältnisse bereit. Toilettenpapier ist nicht immer vorhanden. Manchmal wird welches von den Reinigungskräften vor den Toiletten verteilt, manchmal befindet es sich zentral im Toilettenraum, aber nicht an der einzelnen Toilette. Also, vorher nachsehen. Sicherer ist es auf jeden Fall, immer etwas Toilettenpapier bei sich zu haben.

Trinkwasser
Im Supermarkt sind ebenfalls die blauen 20 Liter Behältnisse erhältlich. Wir haben unseren Wassertank auf dem Campingplatz bei La Paz aufgefüllt.

Übernachtungen
Übernachtet haben wir an Hotels und ansonsten in der freien Natur. Wie immer haben wir iOverlander genutzt. Ein besonderes Erlebnis war es natürlich auf dem Salar und der Lagunenroute zu übernachten. Toller Sternenhimmel, Stille, kein Mensch weit und breit, aber verdammt kalt.