Grenzübergänge

Ein Grenzübergang ist immer mit etwas Aufregung verbunden. Gestaltet sich die Einreise für Personen noch relativ einfach, ist für die Autos ein hoher bürokratischer Aufwand erforderlich. Der Sinn mancher Aktionen oder der zu erstellenden Kopien ist oftmals nicht nachvollziehbar. Dazu kommt, dass man nicht unbedingt die Sprache beherrscht und auf der Suche nach den entsprechenden Stellen durch die Gegend irrt.
Wir haben nachfolgend die Abläufe an den von uns genutzten Grenzübergängen beschrieben. Dies kann aber nur eine grobe Orientierung sein. Oftmals gibt es kurzfristig Änderungen. Dennoch empfinden wir es als große Erleichterung zumindest eine ungefähre Ablaufbeschreibung in der Hand zu haben. Wir hoffen, dass wir hiermit auch anderen Reisenden helfen können.

USA (Tecate) – Mexiko (Tecate) am 26.11.17

Die Einreise nach Mexiko verlief bei uns sehr entspannt. Wir haben uns den relativ kleinen Grenzübergang in Tecate rausgesucht. Nachdem wir auf USA-Seite uns am Geldautomaten vorsorglich noch ein paar US-Dollar beschafft hatten, haben wir unser Auto auf einem der Parkplätze für 5 USD abgestellt. Unmittelbar im Grenzbereich gibt es leider keine Parkplätze. Dann ging es zu Fuß Richtung Grenze. Als erstes passierten wir ein Drehkreuz. Auf der rechten Seite befindet sich ein Gebäude. Als erstes sieht man dort das Banjercito. An diesem geht man vorbei über ein paar Stufen zur Migración. Uns nahm ein sehr netter Beamter in Empfang, der trotz Sonntag allerbester Laune war. Er fragte uns nach unseren Plänen, wie lange wir in Mexiko bleiben wollen und schaute sich unsere Pässe an. Anschließend bekamen wir die Touristenkarte zum Ausfüllen überreicht. Es wurde uns genau erklärt, was wir wie auszufüllen hatten. Anschließend hat der Beamte unsere Eintragungen überprüft und wir wurden zum Banjercito geschickt. Dort mussten wir die Einreisegebühr für 2 Personen in Höhe von 1.000 Pesos bezahlen. Diese kann man bar oder mit Visakarte begleichen. Anschließend ging es wieder zur Migración. Die Touristenkarte wurde fertig ausgestellt und wir bekamen eine Aufenthaltsgenehmigung für 180 Tage sowie einen Stempel in den Pass. Auf unsere Frage, wo wir die temporäre Einfuhrgenehmigung für unser Auto erhalten, gab es erst mal die Auskunft, dass wir keine bräuchten. Erst nachdem wir darauf hingewiesen hatten, dass wir nach der Baja California auf das Festland übersetzen wollen, wurden wir an das Banjercito verwiesen. Der Beamte war aber noch so freundlich, Kopien von der Touristenkarte, dem Reisepass und der Zulassung anzufertigen (weil der Chef nicht da war, seine Aussage), die wir für das Banjercito benötigten. Dahin ging es mit den Kopien. Die Beamtin vom Banjercito nahm die Kopien und prüfte die Zulassung, da einige Daten in die auszustellenden Unterlagen übernommen haben. Sie kam mit der Zulassung ganz gut zurecht. Hilfreich war eine von uns auf Spanisch erstellte Liste, in der wir alle wichtigen Fahrzeugangaben aufgeführt hatten. Dann mussten wir noch eine Liste ausfüllen, welches Inventar in unserem Auto vorhanden ist. Nachdem sie alle Papiere erstellt hatte, war eine Gebühr über 1.111 Pesos für die Einfuhr des Autos fällig. Wir bekamen die Unterlagen ausgestellt, mit denen bescheinigt wird, dass das Auto für 10 Jahre in Mexiko bleiben darf. Zu den Unterlagen erhält man einen Aufkleber, der an der Frontscheibe des Autos angebracht werden muss. Das war dann erst mal geschafft.

Allerdings mussten wir noch unseren weißen Zettel aus dem Pass, den wir bei der Einreise in die USA erhalten hatten, loswerden. Macht man das nicht, kann es ggf. bei einer erneuten Einreise Schwierigkeiten geben, da man nicht aus dem System entfernt wurde. Oberhalb des Banjercito befindet sich auf der Straße ein weißer Strich, dem man folgt und nach einem kleinen Labyrinth immer an dem Zaun entlang, kommt man in das Grenzgebäude der USA. Dort muss als erstes der Pass eingescannt werden, dann darf man zu einem Beamten. Wir brachten unser Anliegen vor und erklärten ihm, dass unser Auto noch auf der amerikanischen Seite steht. Der Beamte war der Meinung, wenn er unseren Zettel jetzt entfernt, wären wir nicht mehr offiziell in den USA und er müsse uns nach Mexiko zurückschicken. Also blieb der Zettel drin. Wir holten unser Auto und suchten krampfhaft einen Parkplatz. Der nette Mann von der mexikanischen Migración bot an kurz hinter der Schranke bei der Inspeción zu parken, was wir auch taten. Allerdings gefiel dies dem Beamten von der Inspecion nicht so recht und er meinte, wir sollen außerhalb des Grenzbereiches parken. Vorher wolle er aber gern einen Blick in unser Fahrzeug werfen. Er schaute aber wirklich nur kurz rein. Wir wurden nach Alkohol, Drogen und Lebensmitteln gefragt, was wir natürlich alles nicht dabei hatten. Bei den Lebensmitteln hatten wir zumindest keine frische Ware, wie Obst, Gemüse, Fleisch, Milchprodukte u.ä. mit. Es wurde aber keine Kontrolle durchgeführt. Auch hier wurden wir, wie bei der Einreise in die USA, nach unseren Berufen gefragt. Dann war zumindest das erledigt und wir waren durch die Grenze und in der Stadt. In einer Nebenstraße stellten wir unser Auto ab und machten uns zu Fuß wieder auf den Weg in die USA. Dazu passierten wir diesmal das Drehkreuz auf der mexikanischen Seite und kamen dann wieder in das bereits genannte Gebäude. Mittlerweile hatten die Beamten gewechselt. Wir scannten wiederum unsere Pässe ein und wurden von einer sehr ernst und reserviert auftretenden Beamtin in Empfang genommen. Sie riss die Zettel aus dem Pass und legte sie zur Seite. Inwieweit hier eine weitere Bearbeitung erfolgt, kann niemand beeinflussen. Es bleibt nur zu hoffen, dass wir aus dem System entfernt wurden. Damit wir nicht wieder in die USA gelangen, wurde uns extra das Tor zur mexikanischen Seite wieder aufgeschlossen. Wir liefen den Weg nun wieder zurück auf der Seite des Banjercito und dann waren wir endgültig in Mexiko!

Zusammenfassend kann man sagen, die Einreise nach Mexiko ist kein Problem, sofern man sich vorher etwas informiert. Lediglich die endgültige Ausreise aus den USA ist wirklich umständlich.

Mexiko (Subteniente Lopez) – Belize (Santa Elena) am 22.03.18

Von Chetumal sind es ca. 20 km bis zum Grenzübergang Santa Elena. An einer Gabelung folgen wir der Libramiento Richtung Belize.
Ohne unser Auto zu verlassen, müssen wir an einem kleinen Häuschen unsere Pässe, die Touristenkarten und die Quittung für die Zahlung der Einreisegebühr vorlegen. Die Pässe werden mit dem Ausreisestempel, erkennbar an dem S für Salida versehen und uns zurückgegeben, ebenso die Quittung für die Einreisegebühr. Sofern die Quittung nicht vorgelegt werden kann, ist die Einreisegebühr nochmals fällig. Die Touristenkarten behält der Beamte.
Gleich gegenüber befindet sich auf der linken Seite ein größeres Gebäude, vor dem ein Aufsteller mit der Aufschrift „Insurance“ wedelt bzw. an dem Gebäude seitlich die Aufschrift „Puerto Fronterizo Chactemal“ prangt. In diesem Gebäude befindet sich das unter anderem das Banjercito, wo wir die temporäre Einfuhrgenehmigung annullieren lassen möchten. Die Dame weist uns daraufhin, dass unser Auto 10 Jahre in Mexiko bleiben darf und wir es jetzt nicht abmelden müssen. Da wir mit diesem Auto aber nicht mehr nach Mexiko einreisen möchten (es sei denn, wir müssen in Zentralamerika umdrehen), nehmen wir die Abmeldung vor. Die Dame begleitet uns zum Auto, macht von diesem und der VIN-Nummer Fotos. Anschließend wird der Aufkleber an der Windschutzscheibe weitgehend entfernt. Wir  gehen wieder zurück zum Schalter. Die Beamtin benötigt Pass und Fahrzeugschein des Fahrzeughalters sowie das Banjercito. Dann stellt sie uns die Annullierungsbestätigung aus und unser Fahrzeug ist abgemeldet.
Als nächstes geht es zur Grenze von Belize und als erstes zur Fahrzeugdesinfektion ca. 500 m weiter. Von weitem werden uns Zeichen gemacht, wo wir stehenbleiben sollen und dann geht es los. Dabei wird sogar das ganze Fahrzeug besprüht. Der Sinn erschließt sich uns natürlich mal wieder nicht. Von der Fahrzeugdesinfektion fahren wir zu dem kleinen Häuschen in Sichtweite und dürfen 100 Pesos bezahlen. Dafür bekommen wir eine Quittung, die wir später noch brauchen werden.
Dann geht es weiter zum Zoll. Der Weg dahin ist ausgeschildert und kurz darauf kommen wir linkerhand zu einem großen grünen Gebäude. Auf der rechten Seite befindet sich ein Parkplatz, wo wir unser Auto abstellen. In dem Gebäude befindet sich als erstes ein Informationsschalter. Dort bekommen wir ein Formular zum Ausfüllen, in dem unsere ganzen persönlichen Daten erfasst werden. Anschließend müssen wir zum Schalter mit der Aufschrift „Visitors“. Dort müssen der Pass und das Formular abgegeben werden. Die Dame fragt uns nach unserem ersten Aufenthaltsort (muss auch im Formular angegeben werden), wie lange wir in Belize bleiben wollen und was unsere weiteren Stationen sind. Bei manchen macht sie den Eindruck als hätte sie noch nie was davon gehört. Anschließend bekommen wir unseren Stempel in den Pass mit dem Vermerk, dass wir 30 Tage in Belize bleiben dürfen. Dafür im ausgefüllten Formular bei Grund des Aufenthalts unbedingt „Holiday“ angeben.
Im selben Gebäude erhalten wir auch die temporäre Einfuhrgenehmigung für das Auto. Dazu geht man an dem Schalter „Visitors“ vorbei in den hinteren Teil mit der Aufschrift „Customs“. Dort benötigen wir den Pass, die Zulassung und den Nachweis der Fahrzeugdesinfektion. Auch hier ist die Adresse des ersten Aufenthaltsortes anzugeben. Der Herr fragt ebenfalls nach, was wir so vorhaben und wie lange wir in Belize bleiben. Dann begleitet er uns zum Auto, prüft die VIN-Nummer und wirft einen Blick ins Auto. Außerdem fragt er, ob wir Obst, Gemüse oder Fleisch mitführen, was wir verneinen. Dann gehen wir wieder zum Schalter. Dort bekommen wir eine Übersicht zum Lesen, was wir mit dem Fahrzeug alles nicht machen dürfen (z.B. darf es nicht jemanden ausgeliehen werden). Nachdem unser Einverständnis gegeben wird, erfolgt die Ausstellung der temporären Einfuhrgenehmigung für 30 Tage und der Eintrag in den Pass des Fahrzeughalters. Wir werden darauf hingewiesen, dass wir es bei der Ausreise unbedingt wieder vorlegen müssen. Ansonsten wird es teuer. Hier am Schalter ist nichts zu bezahlen. Nachdem wir alle Papiere zurückerhalten haben, gehen wir zum Fahrzeug und werden von einem weiteren Herrn angesprochen. Gegen Quittung zahlen wir 300 Pesos Einreisegebühr. Auch diese Quittung muss für die Ausreise unbedingt aufgehoben werden, da diese ansonsten nochmals fällig wird.
Danach fahren wir zur Zollkontrolle. Hier wird von uns lediglich der Nachweis zur Fahrzeugdesinfektion verlangt und dann dürfen wir durch die Schranke.
Direkt hinter der Grenze befindet sich auf der rechten Seite ein großes weißes Haus, welches mit „Insurance“ gekennzeichnet ist. Dort schließen wir unsere Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug ab (siehe hier).

Für das ganze Procedere haben wir 1,5 Stunden benötigt. Alle Beamten waren freundlich und die Bearbeitung erfolgte zügig.

Belize (Benque Viejo del Carmen) – Guatemala (Melchor de Mencos) am 03.04.18

Auf belizianischer Seite ist ein großes grünes Haus zu sehen mit einem Parkplatz davor. Wir parken dort auf der rechten Seite, links ist für Taxis reserviert. Auf dem Weg zum Haus werden wir von Grenzhelfern bzw. Geldwechslern angesprochen. Wir lehnen erst mal dankend ab. Nach Betreten des Gebäudes gehen wir an den ersten Schalter über dem das Schild „Border Management Agency“ hängt. Wir müssen unsere Pässe vorlegen und die Ausreisegebühr von 40 BZD pro Person bezahlen. Dafür bekommen wir jeder eine Quittung, die wir noch benötigen werden. Das Ausfüllen eines Fragebogens der Tourismusbehörde, wie bei anderen beschrieben, scheint inzwischen weggefallen zu sein.
Mit unseren Pässen und den Quittungen gehen wir zum nächsten Schalter mit „Immigration“ gekennzeichnet. Wir müssen beides vorlegen. Nachdem wir die Frage nach unserem letzten Aufenthaltsort beantwortet haben, erhalten wir den Ausreisestempel in den Pass. Die Quittung bekommen wir zurück.
Anschließend möchten wir die temporäre Einfuhrgenehmigung für das Auto annullieren lassen. Dazu müssen wir einige Schritte zurückgehen zu einer Tür, deren Aufschrift nicht mehr so recht zu lesen ist, aber anscheinend ist der Durchgang nur für Mitarbeiter gedacht (Authorized Personnel only). Auf der anderen Seite befindet sich eigentlich die Einreise nach Belize. Am Schalter „Customs“ legen wir unsere Einfuhrgenehmigung und den Pass des Fahrzeughalters vor. Auf den Stempel, den es bei der Einreise nach Belize für das Auto gab, wird ein neuer Stempel aufgedrückt und das Auto ist abgemeldet. Ein weiteren Beleg gibt es nicht.
Wir verlassen das Gebäude Richtung Fahrzeug und tauschen auf dem Parkplatz unsere restlichen BZD in Quetzales. Der Kurs ist natürlich nicht der Beste. Die Geldwechsler waren auch sehr an mexikanischen Pesos interessiert.
Wir fahren zur Schranke und müssen dort nochmals unsere Pässe und die Quittungen der Ausreisegebühr vorzeigen.

Die Schranke öffnet sich und wir fahren auf guatemalischer Seite zur Fahrzeugdesinfektion (Fumigation). Die Prozedur ist natürlich wieder sinnfrei. Man winkt uns ein paar Meter weiter zu fahren und wir parken am Straßenrand. In dem flachen Haus auf der rechten Seite dürfen wir für die Fahrzeugdesinfektion 37 Quetzales hinlegen und erhalten eine Quittung.
Schräg rüber befindet sich ein offenes Gebäude mit den Schaltern. Am Schalter „Entrada Guatemala“ geben wir unsere Pässe ab und erhalten den Einreisestempel mit der eingetragenen Aufenthaltsdauer von 90 Tagen. Hier ist auf jeden Fall zu beachten, dass diese Dauer nicht nur für Guatemala gilt, sondern ebenfalls noch für El Salvador, Honduras und Nicaragua. Das heißt, insgesamt darf man sich in den vier Ländern nur 90 Tage aufhalten (sogenannte CA 4-Länder).
Für das Auto gelten natürlich wieder andere Regelungen. Um das Fahrzeug in Guatemala einzuführen, gehen wir an den Schalter, der sich links neben dem Schalter „Entrada Guatemala“ befindet. Pass, Fahrzeugzulassung und Führerschein sind vorzulegen. Normalerweise werden Kopien von allen drei Dokumenten gefordert, einschließlich der Kopie des Einreisestempels im Pass. Wir haben Glück und der Beamte fertigt die Kopien selbst an. Er überträgt die Daten in ein Dokument, geht mit uns zum Fahrzeug und prüft die VIN-Nummer. Am Schalter zurück erhalten wir ein Dokument zur Unterschrift, unbedingt die Angaben prüfen, und eine Rechnung über 160 Quetzales. Mit dieser gehen wir an den unscheinbaren Bankschalter auf der rechten Seite (2 kleine Fenster), bezahlen den Betrag und gehen wieder zurück zu dem Beamten. Wir erhalten die Einfuhrgenehmigung und einen Aufkleber für die Windschutzscheibe, den wir sofort anbringen (soll links unten auf der Fahrerseite angebracht werden).
Danach fahren wir durch die Grenze, wo nochmals die Pässe kontrolliert werden. Damit ist es geschafft. Bei der Einreise nach Melchor de Mencos darf dann noch eine „Stadtgebühr“ über 20 Quetzales bezahlt werden.

Das ganze Prozedere hat eine Stunde gedauert. Die Beamten waren freundlich und alles wurde zügig erledigt. Niemand wollte in das Fahrzeug sehen und wir wurden auch nicht gefragt, ob wir Obst, Gemüse, Fleisch, Alkohol oder sonst irgendwas mitführen würden. Grenzhelfer sind nicht erforderlich.

Guatemala (Valle Nuevo) – El Salvador (Chinamas) am 28.04.18

Wir kommen an die Grenze und parken unser Auto am rechten Straßenrand. Sogleich stürzen sich Geldwechsler und Grenzhelfer auf uns, die nicht so leicht abzuschütteln sind. In der Eile vergessen wir, den Aufkleber an der Windschutzscheibe zu entfernen. Also muss Ralf wieder zurück. In Sichtweite befindet sich ein großes blaues Gebäude. Zwischen den Fahrspuren befindet sich die Migración. Wir stellen uns in der Schlange an. Am Schalter erhalten wir den Ausgangsstempel in den Pass und eine Ausreisequittung. Die Quittung muss bei der Einreise nach El Salvador wieder abgegeben werden. Der Versuch auf einer Kopie des Passes den Ausreisestempel zu erhalten (für die Ausfuhr des Autos erforderlich), scheitert. Dann eben ohne zur SAT (verantwortliche Behörde für die Fahrzeuge). Im Pass prüfen wir, dass das Datum stimmt und das „S“ für Salida im Stempel eingekreist ist.
Dann geht es zur SAT. Diese befindet sich im selben Gebäude. Dazu gehen wir an der gegenüberliegenden Tür hinaus und rechts wenige Meter weiter befindet sich die Behörde. Dort werden folgende Dokumente benötigt:

  • Kopie Fotoseite im Pass des Fahrzeughalters
  • Kopie Ausreisestempel aus Guatemala im Reisepass des Fahrzeughalters (haben wir nun nicht, ist aber auch kein Problem)
  • Kopie Führerschein des Fahrzeughalters
  • Kopie Fahrzeugschein
  • Original des Einfuhrpapieres von Guatemala
  • Kopie des Einfuhrpapieres von Guatemala
  • Sticker für die Windschutzscheibe (bei Einfuhr nach Guatemala erhalten, haben ihn eigenhändig abgelöst)
  • Kopie des Stickers

Die Beamtin am Schalter nimmt alles entgegen und mokiert auch nicht die fehlende Kopie des Ausreisestempels. Ohne zum Auto zu gehen und die VIN-Nummer zu prüfen, wie sonst, erhalten wir eine gestempelte Kopie des Einfuhrpapieres. Diese Kopie benötigt man wiederum bei der Einreise nach El Salvador.  Wir wechseln noch die restlichen Quetzales in US-Dollar, was die offizielle Währung in El Salvador ist. Dabei aufpassen und unbedingt versuchen, mehr herauszuschlagen.

Ohne weiteren Halt passieren wir die Grenze und fahren über eine Brücke. An deren Ende werden wir angewiesen, rechts zu parken. Es ist unheimlich laut, da dort mehrere Busse mit laufendem Motor parken. An dem kleinen Häuschen erhalten wir draußen ein Formular für die Einfuhr des Fahrzeuges, welches wir ausfüllen. Es ist alles in Spanisch aufgeführt und zum Glück haben wir unsere Liste mit den Fahrzeugdaten in Spanisch bei der Hand. Soweit wir können, füllen wir alles aus. Der Beamte sieht sich anschließend das Formular an und erfragt noch fehlende Daten. Er verlangt folgende Dokumente:

  • Kopie Reisepass des Fahrzeughalters
  • Kopie Führerschein des Fahrzeughalters
  • Kopie Fahrzeugschein
  • Kopie der mit einem Ausreisestempel versehenen Kopie des Einfuhrpapieres von Guatemala
  • Kopie Ausreisestempel Guatemala im Reisepass des Fahrzeughalters

Nach Unterzeichnung durch den Fahrzeughalter gibt er das Formular einem Beamten in dem kleinen Häuschen gemeinsam mit den Originaldokumenten Reisepass, Führerschein und Fahrzeugschein. Wir warten. Nach einigen Minuten kommt der Beamte aus dem Häuschen, um die Daten in dem Formular vor Ort zu prüfen und zu ergänzen. Er ist dabei sehr gründlich und wirft auch einen Blick in das Innere des Fahrzeuges. Anschließend folgen wir ihm in das große Gebäude gegenüber der Straße, wo die Aduana untergebracht ist. Der Beamte übergibt Formular, Kopien und Originaldokumente einem weiteren Beamten. Dieser trägt nun alle Daten aus dem Formular in den Computer ein. Das dauert etwas. Anschließend wird das Dokument doppelt ausgedruckt und der Beamte und der Fahrzeughalter unterschreiben. Ein Dokument behält der Zoll, das andere erhält der Fahrzeughalter. Außerdem werden die Originaldokumente ausgehändigt. Dann ist alles erledigt. Zur Migración von El Salvador muss man nicht, da man bereits in Guatemala der CA 4-Aufenthaltsstempel für 90 Tage in den Pass erhalten hat.
Dann können wir losfahren. Kurz darauf ist jedoch der nächste Stopp. Dort werden die Pässe geprüft und die Ausreisequittung von Guatemala eingezogen.
Weniger Meter weiter ist der nächste Stopp und wir müssen die Einfuhrgenehmigung vorzeigen. Selbst der Beamte rollt mit den Augen, da er uns bereits an dem kleinen Häuschen gesehen hat und weiß, dass wir die Papiere haben. Da aber an der Stelle auch noch zwei Bewaffnete stehen, bleibt ihm nichts anderes übrig als sich das Papier nochmals anzusehen. Dann ist es aber wirklich geschafft und das Abenteuer El Salvador kann beginnen!

Das ganze Procedere hat 1,5 Stunden gedauert. Es waren keine Gebühren zu zahlen. Alle Beamten waren freundlich, wenn auch sehr ernst. Grenzhelfer sind nicht erforderlich.

El Salvador (El Amatillo) – Honduras (Las Lajas) am 10.05.18

Wir fahren an die Grenze und werden dort von einem Beamten angehalten. Er verlangt die temporäre Einfuhr für das Fahrzeug und eine Kopie davon. Die Dokumente gibt er den Beamten in dem kleinen Häuschen daneben. Wir parken am Straßenrand und gehen zu dem Häuschen. Dort wird uns die abgestempelte Kopie mit der aufgeklebten Ausfuhrbescheinigung ausgehändigt mit dem Hinweis, dass wir für Honduras 2 Kopien davon benötigen. Diese lassen wir gleich in dem Kopierladen hinter der kleinen Seitenstraße ziehen. Dann fahren wir an einer Autoschlange vorbei und die Straße gabelt sich. Links ist die Abbiegung für die „Touristenfahrzeuge“. Wir parken kurz vor einem weiß-blauen Gebäude. An der rechten Seite des Gebäudes befindet die Migración. Wir geben unsere Pässe ab und werden gefragt, wohin wir reisen wollen.
Wir fahren weiter und vor der Brücke werden das Ausfuhrbescheinigung geprüft, die Pässe kontrolliert und die Ausreisequittung behalten.

Hinter der Brücke befindet sich auf der linken Seite ein blau-weißes Gebäude mit der Migración und der Aduana für Honduras. Wir geben am Schalter „Entrada“ unsere Pässe ab und im Gegensatz zu den anderen Einreisenden werden von uns keine Fingerabdrücke genommen. Wir werden nach unserem ersten Aufenthaltsort und der Aufenthaltsdauer gefragt. Pro Person dürfen wir 3 USD bezahlen und erhalten eine Quittung dafür und unsere Pässe. Im Pass ist ein Einreisestempel (mit der Restlaufzeit des C4-Visums) eingetragen.
Schräg gegenüber befindet sich die Aduana. Die Beamtin möchte Pass, Führerschein, Fahrzeugschein und die Ausfuhrbescheinigung des Fahrzeuges von El Salvador. Sie füllt ein Formular handschriftlich aus und bescheinigt die Einfuhr des Fahrzeuges im Pass. Anschließend müssen wir folgende Kopien beschaffen:
2x Passseite mit persönlichen Daten und Foto
2x Passseite mit Stempel für Einfuhr des Fahrzeuges
2x Führerschein
2x Fahrzeugschein
2x Ausfuhrdokument von El Salvador
3x handschriftlich ausgefülltes Formular
4x Boletin de Pago.

Ein Kopierladen befindet sich außerhalb des Gebäudes rechts (Richtung El Salvador) und mit unseren Kopien gehen wir wieder an den Schalter zurück. Die Beamtin sortiert alle Kopien. Mit einem Stapel Kopien werden wir zur Bank geschickt. Diese befindet sich auf der anderen Seite außerhalb des Gebäudes (Richtung Honduras) in einem rot-weißen Gebäude. Die Gebühren können sowohl in USD als auch Lempiras bezahlt werden. Wir bezahlen 765 Lempiras. Mit der erhaltenen Quittung geht es wieder zurück zu der Beamtin. Wir erhalten alle Originaldokumente zurück sowie die per Hand ausgefüllte Einfuhrgenehmigung und eine Kopie der Einfuhrgenehmigung.
An einem Haltepunkt wird die Kopie einbehalten und wir dürfen endgültig die Grenze passieren.

Der Grenzübertritt hat insgesamt etwa 1,5 Stunden gedauert und alle Beamten waren sehr freundlich und hilfsbereit. Grenzhelfer sind hier auf keinen Fall erforderlich.

Honduras (San Marcos de Colon/La Fraternidad) – Nicaragua (El Espino) am 10.05.18

Kurz vor der Grenze müssen wir an einem Stoppschild und einem weiteren Schild mit der Aufschrift „Control Cuarentenario“ anhalten. Es ist gerade Mittagspause und niemand wird durchgelassen. Wir bekommen den Tipp, dass die Migración aber geöffnet sein soll. So lassen wir unser Auto vor der Absperrung stehen und gehen zur Migración. Diese befindet sich an der linken Außenseite eines gelb-blauen Gebäude. Dort werden unsere Fingerabdrücke genommen und ein Foto geschossen. Außerdem bekommen wir einen Ausreisestempel in den Pass. Analog der Einreise sind wiederum 3 USD pro Person fällig. Dafür erhalten wir eine Quittung.
Wieder zurück am Auto, wechseln wir einige Dollar in Cordobas und nach einigen Minuten erscheint ein Beamter. Er prüft unsere Einfuhrgenehmigung, macht einige Vermerke darauf und weist uns daraufhin, dass wir ihm nach der Abmeldung bei der Aduana eine Kopie der abgestempelten Einfuhrgenehmigung bringen sollen. Nachdem wir mit unserem Auto die Absperrung passieren dürfen, parken wir genau vor dem Eingang zur Aduana, die sich im selben Gebäude wie die Migración befindet. Wir müssen die temporäre Einfuhrerlaubnis und den Pass des Fahrzeughalters vorlegen. Die Beamtin trägt die Ausfuhr des Fahrzeuges im Pass des Fahrzeughalters ein. Wir müssen im Kopierladen, der sich in Richtung unseres 1. Stopps auf der rechten Seite befindet, jeweils 2 Kopien von der Einfuhrgenehmigung und die Seite aus dem Pass mit dem Stempel bzgl. der Ausfuhr des Autos anfertigen lassen. Wieder zurück am Schalter erhalten wir eine Kopie der Einfuhrgenehmigung, die wir an unserem 1. Stopp abgeben.

Wir setzen uns ins Auto und werden nach einigen Metern wieder gestoppt und müssen unsere Ausweise vorzeigen. Gleichzeitig erhalten wir ein Einreiseformular für den Zoll, welches wir später bei der Aduana in Nicaragua benötigen. Als nächstes müssen wir zur Fumigación. Wir verlassen das Auto und gehen zu einem kleinen Gebäude, wo sich die Kasse befindet und wir 3 USD bezahlen dürfen. In der Zwischenzeit werden die Räder des Fahrzeuges sparsam besprüht. Wir fahren weiter auf ein großes Gebäude zu, vor dem wir parken. Sofort werden wir von Grenzhelfern und Versicherungsverkäufern bestürmt. Wir füllen erst mal das Zollformular aus, welches diesmal in Spanisch und Englisch verfasst ist, und gehen dann ohne Hilfe in das Gebäude. Auf der einen Seite befindet sich die Migración und auf der anderen Seite die Aduana. Bei der Migración geben wir unsere Pässe und die per Mail erteilte Einreisegenehmigung ab. Diese Genehmigung sollte 7 Tage vorher online mit dem vorgegebenen Formular beim MINISTRY OF GOVERNMENT beantragt werden. Sollte bis zur Einreise keine Genehmigung vorliegen, dann zumindest die abgeschickte Mail ausdrucken und mit zur Migración nehmen. Wir werden wieder nach unserer 1. Station und unseren weiteren Plänen, nach den Berufen, und Familienstand befragt und ob wir das 1. Mal nach Nicaragua reisen. Dann werden von uns noch Fotos geschossen und wir dürfen 12 USD pro Person (10 USD für die Touristenkarte und 2 USD für die Einreise) bezahlen. Wir bekommen Pässe, Touristenkarten, eine Quittung über die Einreisegebühr und einen weiteren Beleg mit einigen unserer Daten, der später wieder abgegeben werden muss, ausgehändigt. Die Beamtin informiert uns noch darüber, dass wir keinen Einreisestempel bekommen, da wir diesen bereits in Guatemala erhalten haben.
Bei der Aduana teilt uns der Beamte mit, dass wir mit dem ausgefüllten Einreiseformular für den Zoll zuerst zum Inspektor müssen, der sich außerhalb des Gebäudes befindet. Wir finden ihn und er nimmt das Formular, sieht sich das Auto kurz von innen an, macht einige Vermerke auf dem Formular und wir dürfen wieder zur Aduana. Der Zollbeamte benötigt das Zollformular, den Pass des Fahrzeughalters, Führerschein und Zulassung. Er scannt die Dokumente ein und erfasst die Daten im Computer, wobei ihm unsere Spanischliste mit den Fahrzeugdaten eine große Hilfe ist. Wir erhalten die temporäre Einfuhrgenehmigung, prüfen die Angaben und der Fahrzeughalter muss unterschreiben. Der Beamte informiert uns, dass wir die Genehmigung auf keinen Fall verlieren dürfen, da wir bei der Ausreise sonst ein hohes Bußgeld bezahlen müssen. Wir erhalten das ausgefüllte abgestempelte Zollformular und die Originaldokumente zurück und fahren dann bis zur nächsten Absperrung. Der Beamte möchte die Pässe sehen und das Zollformular sowie den Beleg mit unseren Daten. Beide Dokumente werden eingezogen.

Trotz Mittagspause haben wir für den gesamten Grenzübergang 2 Stunden benötigt. Die Beamten waren wiederum sehr freundlich und hilfsbereit. Grenzhelfer sind hier auf keinen Fall erforderlich.

Nicaragua (Sapoa) – Costa Rica (Peñas Blancas) am 21.05.18

Ca. 8 km vor der Grenze reihen sich die LKWs auf der rechten Fahrspur auf. Wir fahren an ihnen links vorbei und kurz vor dem ersten Grenzgebäude werden wir von einer Beamtin angehalten und müssen unsere Pässe vorzeigen. Wir dürfen weiterfahren und können auf einem Parkplatz hinter dem Gebäude parken. Wir gehen in das Gebäude und dürfen sofort 1 USD pro Person Municipalsteuer bezahlen. Wie wir merken, sind wir auf der falschen Seite. Hier befindet sich die Migración für die Einreise nach Nicaragua. Wir gehen durch die Schalter hindurch auf die andere Seite des Gebäudes und finden dort die Aduana. Von dort geht eine weitere Tür wieder nach außen und dann wenige Meter weiter führt eine Tür zur Migration zur Ausreise aus Nicaragua. Unsere Pässe werden geprüft, wir bekommen einen Ausreisestempel und dürfen insgesamt 4 USD bezahlen. Dafür erhalten wir eine Quittung.
Wir gehen wieder in den anderen Raum zur Aduana. Es wird uns mitgeteilt, dass wir unser Fahrzeug von einem Zollbeamten und der Polizei kontrollieren lassen müssen. Wir finden den Zollbeamten vor der Tür (trägt Shirt mit dem Aufdruck DGA). Er benötigt unsere temporäre Einfuhrgenehmigung und prüft am Fahrzeug das Autokennzeichen und ob wir überhaupt noch berechtigt sind mit dem Fahrzeug im Land zu sein. Er wirft noch einen Blick in das Fahrzeug und endlich lächelt er. Die Prüfung bestätigt er uns auf der temporären Einfuhrgenehmigung und füllt das Zollformular aus. Anschließend schickt er uns zur Polizei. Die Beamten sind nicht übermäßig freundlich und fordern uns auf, in dem Zollformular die fehlenden Angaben zu ergänzen, was wir auch tun. Außerdem benötigen sie Kopien vom Pass, dem Führerschein und dem Fahrzeugschein. Die Prüfung wird uns auf dem Zollformular bestätigt. Das Fahrzeug sehen möchten sie nicht. Anschließend geht es wieder zur Aduana. Es müssen wieder Pass, Führerschein und Fahrzeugschein vorgezeigt werden. Wir erhalten das Zollformular und fahren dann weiter. An einem Kontrollpunkt müssen wir das Zollformular abgeben und die Pässe vorzeigen. Vor dem Gebäude tauschen wir noch unsere restlichen Cordobas. Dann geht es weiter zur Grenzabfertigung von Costa Rica.

Von der Hauptstraße führt ca. 200 m weiter rechts eine kleine Straße zur Fumigation (diesmal kostenlos). Wir dürfen im Auto bleiben und fahren durch den Bereich während uns aus ein paar spärlichen Düsen das Desinfektionsmittel auf die Räder gespritzt wird. Danach fahren wir sofort wieder links auf die Hauptstraße und kommen zum Grenzgebäude. Rechts von dem Gebäude können wir parken. Wir gehen in das Gebäude hinein und am Schalter möchte die Beamtin unsere Pässe sehen, unsere Berufe und den ersten Aufenthaltsort wissen. Außerdem möchte sie einen Nachweis in Form eines Weiterreisetickets, dass wir das Land wieder verlassen. Wir erklären ihr, dass wir mit dem Auto unterwegs sind und sie gibt sich mit dem Fahrzeugschein zufrieden. Wir erhalten einen Einreisestempel in den Pass und dürfen 90 Tage in Costa Rica bleiben.
Gleich gegenüber diesem Gebäude befindet sich ein kleines Häuschen mit der Aufschrift Aduana. Für die Ausstellung der temporären Einfuhrgenehmigung erhalten wir zwei Formulare zum Ausfüllen. Außerdem werden Kopien vom Pass und dem Einreisestempel im Pass des Fahrzeughalters, dem Führerschein des Fahrzeughalters und dem Fahrzeugschein benötigt. Erforderliche Kopien können gleich nebenan in den kleinen Büdchen gezogen werden. Wieder zurück, prüft die Beamtin alle Unterlagen und kommt mit zum Auto. Dort möchte sie die VIN-Nummer sehen und prüft das Fahrzeugkennzeichen. Am Schalter erhalten wir die Kopien zusammengeheftet mit einem kleinen Zettel zurück. Wir fahren zum nächsten Gebäude vor dem wieder ein Schild mit der Aufschrift „Aduana“ steht. Wir parken an der Seite und gehen hinein. Als ersten gehen wir an den Schalter für die Autoversicherung, da die von uns in Guatemala abgeschlossene Versicherung in Costa Rica nicht anerkannt wird (siehe hier).
Neben der Versicherung befindet sich die Aduana. Wir geben Pass und Führerschein des Fahrzeughalters sowie den Fahrzeugschein und den Stapel Papiere, die wir bei der ersten Aduana erhalten haben, ab. Außerdem muss die Versicherung vorgelegt werden. Der Beamte gibt die Daten in den Computer ein und druckt die temporäre Einfuhrgenehmigung aus. Wir prüfen die Angaben und der Fahrzeughalter unterschreibt. Uns wird die temporäre Einfuhrgenehmigung ausgehändigt samt der Originaldokumente und dem kleinen weißen Zettel von der ersten Aduana. Wir fahren los und an einem Kontrollpunkt wird die temporäre Einfuhrgenehmigung geprüft und uns der kleine weiße Zettel abgenommen.

Der Grenzübergang ist relativ unübersichtlich und schlecht ausgeschildert. Dennoch ist das Passieren ohne die Nutzung von Grenzhelfern möglich. Für den Grenzübertritt insgesamt haben wir knapp 2 Stunden gebraucht. Die Beamten waren auf beiden Seiten nicht übermäßig freundlich, haben aber ihre Arbeit zügig erledigt.

Costa Rica (Paso Canoas) – Panama (Paso Canoas) am 06.07.18

Wir fahren als erstes schon mal an der costa-ricanischen Grenze vorbei und parken rechts vor dem blau-weiß-roten Gebäude auf dem groß Panama steht. Also laufen wir wieder zurück zu dem blauen Gebäude mit dem schrägen Dach. Auf der anderen Straßenseite befinden sich kleine Geschäfte vor denen große Schilder mit der Aufschrift „Impuesto de salida Exit Tax“ stehen. Dort ist die Ausreisegebühr für Costa Rica zu bezahlen. Normalerweise kostet diese 8 USD pro Person. Eigenartigerweise bezahlen wir 7 USD pro Person. Die Zahlung ist sowohl in USD als auch in Colones möglich. Wir erhalten eine Quittung, die wir anschließend bei der Migración benötigen. Diese befindet sich unter dem Vordach des blauen Gebäudes, rechts von der Gepäckkontrolle für die Busreisenden. Wir geben unsere Pässe und Quittungen für die Ausreisegebühr ab und erhalten einen Stempel in den Pass. Im Stempel ist wieder das „S“ für Salida vorhanden. Die Ausreisequittungen erhalten wir ebenfalls zurück. Da wir die Einfuhrgenehmigung für das Auto noch annullieren müssen, begeben wir uns auf die Suche zur Aduana. Dazu gehen wir links von der Migración den Durchgang auf der rechten Seite entlang, dann kurz links und wir stehen vor einem Bus. Das ist die Aduana. Über eine Treppe gelangen wir zu einem kleinen Fenster durch das wir nach kurzer Wartezeit die temporäre Einfuhrgenehmigung und den Pass des Fahrzeughalters reichen. Beides erhalten wir kurz darauf wieder zurück, wobei die Einfuhrgenehmigung nunmehr mit Stempel und Unterschrift des Beamten annulliert ist.
Anschließend begeben wir uns wieder Richtung des blau-rot-weißen Gebäudes, wo die Migración und die Aduana von Panama untergebracht sind. Gegenüber dem Gebäude befindet sich die Versicherungsagentur. Die erforderlichen Kopien zieht sich die Dame der Versicherung selbst und auch gleich die Kopien für die Aduana. Wir erhalten eine Versicherung für 30 Tage und bezahlen dafür 25 USD (neuer Preis ab 01.07.18). Auch hier ist eine Bezahlung in USD oder Colones möglich.
Wir gehen zur Migraciòn, die sich in der Mitte des Gebäudes im Durchgang befindet. Nach entsprechender Wartezeit geben wir unsere Pässe ab. Man will wissen, wie wir nach Panama einreisen. Nachdem wir mitgeteilt haben, dass wir dies per Auto vorhaben, müssen wir die Autoversicherung vorzeigen. Anschließend werden wir fotografiert und dürfen unsere Fingerabdrücke hinterlassen. Dann endlich gibt es einen Stempel in den Pass.
Wir gehen zur Aduana, die sich ein paar Schritte zurück, in dem ersten Durchgang befindet. Da stehen wir erst einmal wieder eine Weile, da zuerst die Unterlagen von den Personen mit Grenzhelfern entgegengenommen werden. Irgendwann sind wir dann doch an der Reihe. Der Beamte nimmt die Versicherungsunterlagen samt Kopien, den Fahrzeugschein und den Pass des Fahrzeughalters. Er schaut in den Fahrzeugschein und wir sehen, er kommt nicht recht klar damit. Freundlich wie wir sind, rücken wir unsere bewährte Liste mit den spanischen Angaben heraus und er ist zufrieden. Allerdings sieht er nicht unser Fahrzeug in der Autoschlange vor dem Gebäude, wir parken ja auch woanders, deshalb muss Ralf losziehen und das Fahrzeug in die Schlange stellen. Er setzt sich wieder an seinen Schreibtisch und bearbeitet erst einmal andere Einfuhrgenehmigungen. Ralf darf zwischendurch immer mal wieder zum Auto und in der Reihe ein Stück vorrücken. Annett tauscht in der Zwischenzeit noch die restlichen Colones in Dollar. Geldwechsler und Grenzhelfer gibt es auch hier, aber im Gegensatz zu den anderen Grenzübergängen sind diese sehr zurückhaltend.
Nach einiger Zeit ist die Einfuhrgenehmigung fertig. Im Gegensatz zu den anderen Fahrzeughaltern, die ohne Prüfung die Genehmigung unterschreiben, prüfen wir erst einmal ausführlich, was da so drinsteht. Da wir das Auto von Panama nach Kolumbien verschiffen, müssen wir darauf achten, dass in der Einfuhrgenehmigung keine Fehler sind, ansonsten können die Papiere nur in Panama-Stadt mit einem hohen Aufwand geändert werden. Das gilt insbesondere für die Autoangaben, wie die VIN-Nummer und die Motornummer. Prompt ist die Motornummer falsch geschrieben. Wir bitten darum, dies zu korrigieren. Da schlägt dann die bisher reservierte Art des Beamten in Unfreundlichkeit um. Statt einfach die überflüssige Zahl zu streichen und das Dokument neu auszudrucken, muss er diskutieren. Das Problem ist, die Motornummer steht nicht im Fahrzeugschein, sondern nur auf der von uns erstellten Liste. Da diese aber kein offizielles Dokument ist, will er die Nummer jetzt ganz rausstreichen, obwohl er sie doch erst ebenfalls aus dieser Liste abgeschrieben hat, nur eben falsch. Auch wenn die Spanischkenntnisse von Annett nicht die Besten sind, fängt sie an ebenfalls zu diskutieren und weist ihn daraufhin, dass er sehr gern in das Fahrzeug sehen kann, denn da steht ebenfalls die Motornummer. Da sind ihm die vielleicht 10 m dann doch zu weit und er lehnt dankend ab. Jedenfalls will der die Nummer nicht mehr in die Einfuhrgenehmigung schreiben. Nachdem weitere Minuten vergehen und wir darauf hinweisen, dass wir ein ordnungsgemäßes Dokument für die Verschiffung brauchen, setzt er sich an seinen Computer und ändert das Dokument und siehe da, er schreibt die Motornummer von unserer Liste wieder in die Genehmigung. Geht doch. Die Verabschiedung ist dann eher frostig, aber wir sind zufrieden.
Wir legen wenige Meter mit dem Auto zurück und dürfen wieder anhalten. Diesmal ist eine Fahrzeugdesinfektion erforderlich. Dazu muss Ralf mit der Einfuhrgenehmigung zu einem Schalter und 3 USD bezahlen. Einer der Beamten möchte gern noch einen Blick in das Fahrzeug werfen, staunt und schon ist auch das erledigt. Wir fahren dann durch die Desinfektionsstelle, aber keiner beachtet uns mehr. Wahrscheinlich hätten wir auch außenherum fahren können.
Fast schon aufatmend, es endlich geschafft zu haben, werden wir nach kurzer Fahrt wieder angehalten. Ein Beamter möchte die Einfuhrgenehmigung für das Auto sehen und der ihn begleitende Militärposten unsere Pässe. Nach einem kurzen Blick darein, ist es endlich geschafft und wir dürfen weiterfahren.

Für uns war das der chaotischste Grenzübergang bisher. Obwohl wir bereits um 08.00 Uhr an der Grenze standen, war bereits eine rege Betriebsamkeit vorhanden. Unzählige Busse haben die Grenze passiert, so dass wir bei beiden Migraciónen länger warten mussten. Auch bei der Aduana auf der Seite von Panama haben wir bereits vor der Abgabe unserer Unterlagen einige Zeit warten müssen. Die Freundlichkeit der panamaischen Beamten ließ sehr zu wünschen übrig. Eine zügige Arbeitsweise konnten wir ebenfalls nicht feststellen. Bei der Aduana war ein Beamter beschäftigt, während drei andere zwar ebenfalls in dem Büro waren, aber nicht sichtbar mit Arbeiten beschäftigt waren. Im Gegensatz zu anderen Reisenden mussten wir keine Kopien von Pass des Fahrzeughalters, Fahrzeugschein, Versicherungsschein abgeben, sondern diese wurden alle bei der Versicherung für sich selbst und die Aduana gemacht. Für den Grenzübergang haben wir insgesamt knapp 2,5 Stunden benötigt.

Grenzübergang Panama (Colon/Panama-Stadt) – Kolumbien (Cartagena) Juli 2018

Verschiffung des Fahrzeuges
Wie bereits hier beschrieben, müssen wir unser Fahrzeug von Panama nach Kolumbien verschiffen. Um das Risiko eines Fahrzeugaufbruches zu verringern, entscheiden wir uns für die Verschiffung im Container. Aufgrund unserer Dachbox passt das Fahrzeug nur in einen High-Cube-Container. Damit das ohnehin etwas nervige Prozedere etwas nervenschonender für uns wird, entscheiden wir uns einen Agenten für die Abwicklung zu nehmen. Bei der Agentensuche greifen wir auf die Erfahrungen anderer Reisenden zurück und nehmen Kontakt mit Boris G. Jaramillo von Ever Logistics auf (e-Mail: boris_jaramillo@hotmail.com, Phone: (507) 431-0390 / 431-0391 / 431-0392 / 431-0393 / 431-0394).
Der Schriftverkehr ist zäh, ohne hartnäckiges Nachfragen erhalten wir keine Antwort. Bessere Chancen eine Antwort zu erhalten, bestehen über WhatsApp. Der Vorteil der Inanspruchnahme dieses Agenten besteht darin, dass wir unser Fahrzeug selbst in den Container fahren dürfen und den Fahrzeugschlüssel behalten können. Auch in Cartagena kann das Fahrzeug wieder selbst aus dem Container geholt werden.
Um Kosten zu sparen, empfiehlt es sich, einen Container mit anderen Reisenden zu teilen. Aktuell haben wir leider niemanden, versuchen aber über verschiedene Internetseiten (z.B. Facebook, Panamericanainfoforum, drivetheamericas) noch andere Reisende zu finden. Außerdem bitten wir den Agenten, uns zu informieren, wenn ein weiterer „Alleinverschiffender“ sich bei ihm meldet. Und tatsächlich teilt er uns später mit, dass er jemanden gefunden habe, der mit uns verschiffen wird, so dass wir unsere Suche einstellen.
Der Zeitpunkt der Verschiffung rückt dann immer näher, aber uns fehlen immer noch die wichtigen Informationen zum Ablauf. Drei Tage vorher erhalten wir diese endlich. Geplant ist, dass wir am Freitag, den 13.07.18, in Panama-Stadt mit unserem Fahrzeug bei der Inspektion vorstellig werden und am Montag, den 16.07.18, unser Fahrzeug in den Container verladen wird.

Die Fahrzeuginspektion erfolgt bei der Dirección de Investigacion Judicial (DIJ) und beginnt um 08.00 Uhr morgens. Da aber an einem Tag nur 25 Fahrzeuge inspiziert werden, muss müssen wir zeitig da sein. Die DIJ befindet sich in einem sehr schlimmen Viertel von Panama-Stadt. Die Häuser sind verwahrlost, überall liegt Müll. Polizei ist stark präsent.
Hinter einem grünen Gebäude befindet sich das umzäunte Gelände der DIJ. Als wir um 06.00 Uhr dort ankommen, wird das Tor gerade geöffnet. Wir stellen das Fahrzeug ab und öffnen die Motorhaube. Der Motor soll bis zum Zeitpunkt der Inspektion abgekühlt sein. Im gegenüberliegenden Gebäude befindet sich links eine Tür, wo sich Ralf mit den Unterlagen anstellt. Als er an der Reihe ist, muss er die temporäre Einfuhrgenehmigung vorzeigen, es werden ein paar persönliche Daten erfasst und er erhält eine Nummer. Wir haben die 15. Außerdem hängt an der Tür ein Schild, auf dem steht, dass zur Inspektion der Motor sauber sein muss. Schön zu wissen. Wir versuchen also, den Motor irgendwie etwas sauber zu bekommen, was nicht wirklich von Erfolg gekrönt ist.
Kurz vor 08.00 Uhr erscheint der Inspektor und ruft alle zusammen. Er erläutert den Ablauf und informiert uns, dass von folgenden Dokumenten 2 Sätze Kopien benötigt werden:

  • Reisepass des Fahrzeughalters
  • Temporäre Einfuhrgenehmigung
  • Fahrzeugschein

Dann heißt es warten, bis Nummer 15 an der Reihe ist. Um 09.00 Uhr kommt dann der Inspektor zu uns, schaut sich das Original der temporären Einfuhrgenehmigung und die Kopie an, prüft die VIN-Nummer und die Motornummer, nimmt die beiden Sätze der Kopien und informiert uns, dass wir um 14.00 Uhr (nicht eher) die ausgestellten Unterlagen im Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite abholen können.

Das Parken auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist schlecht. Der Platz ist eng und voll. Wir finden dennoch einen Platz und gehen in das Gebäude der „Policia Nacional Direccion De Investigacion Judicial D.I.J.“. Wir gehen dazu an der draußen stehenden Warteschlange vorbei durch eine Doppeltür. Natürlich sind wir schon 13.30 Uhr da. Wir melden uns an der Rezeption und werden gebeten, Platz zu nehmen. Außer uns ist noch ein französisches Paar anwesend. Bereits vor 14.00 Uhr (!) erhalten diese ihre Unterlagen. Anschließend müssen wir direkt an der Rezeption ein Formular ausfüllen und nach nur 10minütigen Warten bekommen wir unsere Unterlage. Das Dokument ist 8 Tage gültig und erlaubt die Verschiffung nachdem man beim Zoll war. Wir prüfen die eingetragenen Daten. Alles ist in Ordnung und wir haben es geschafft für den Tag.
Die Unterlage senden wir an den Agenten und erhalten tatsächlich weitere Informationen über den Treffpunkt am Montag, der auf dem Gelände eines Einkaufscenters liegt, und die benötigten Dokumente.

Zur Verladung des Fahrzeuges sind wir am Montag pünktlich 07.30 Uhr am vereinbarten Treffpunkt in Colon. Der Agent trifft dann endlich eine halbe Stunde später ein. Wir fragen wegen dem Verschiffungspartner und uns wird mitgeteilt, dass es keinen gibt. Ärgerlich, aber eigentlich haben wir es bei der bisherigen Arbeitsweise nicht anders erwartet.
Der Agent teilt uns mit, dass wir erst zum Verladeplatz fahren und das Fahrzeug verladen. Anschließend werden wir die Dinge beim Zoll erledigen. Auf dem Platz angekommen, warten wir auf den Container, der aus dem Hafen geholt werden soll. Das dauert natürlich seine Zeit. Dann kommt unser Fahrzeug auf ein Verladeauto und wird zum Container gefahren. Das Fahrzeug wird verzurrt, dass Material bringt der Agent mit, und Ralf klemmt die Batterie ab. Der Container wird versiegelt und wir machen ein Foto vom Siegel. Wir fahren mit dem Agenten in das Büro im Hafen und warten wieder. Der Agent nimmt unsere Kopien entgegen. Für die Bearbeitung beim Zoll werden 5 Sätze Kopien von folgenden Dokumenten benötigt:

  • Reisepass des Fahrzeughalters
  • Temporäre Einfuhrgenehmigung
  • Fahrzeugversicherung

Wir werden bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass wir unsere Papiere doch bitte in Ordnung haben sollen (!). Nach 40 Minuten fahren Ralf und der Agent zum Zoll. Der Agent erledigt den ganzen Papierkram und Ralf prüft die Angaben auf dem provisorischen Bill of Landing und leistet entsprechend Unterschriften. Wir erhalten die annullierte temporäre Einfuhrgenehmigung und das provisorische Bill of Landing. Zu guter Letzt wird das Fahrzeug noch aus dem Pass des Fahrzeughalters ausgetragen, damit Panama auch ohne Fahrzeug verlassen werden kann. Die ganze Prozedur geht recht schnell. Zu guter Letzt müssen wir, wieder zurück im Büro, noch die Rechnung für die Verschiffung in bar begleichen. Wir erhalten eine Quittung. Uns wird mitgeteilt, dass wir am nächsten Tag eine Mail mit den Trackingdaten für das Schiff und Unterlagen für die Fahrzeugabholung in Kolumbien mit möglichen Agenten erhalten. Wir werden noch bis zum nächsten Taxistand gefahren, um damit zum Busbahnhof zu fahren. Mittlerweile ist es nicht mehr verwunderlich, dass wir am nächsten Tag natürlich keine Mail mit den angekündigten Informationen erhalten. Wir fragen die nächsten Tage mehrmals nach und irgendwann erreichen sie uns doch. Am Samstag erhalten wir von unserem Ansprechpartner in Kolumbien die Information, dass wir am kommenden Montag unser Fahrzeug auslösen können.
Auch wenn die Auslösung nicht weniger umfangreich als die Verschiffung ist, kann sie kurz wiedergegeben werden. Mit den Unterlagen vom Agenten erhalten wir nämlich eine Ablaufbeschreibung in der jeder Schritt, der zu erledigen ist, aufgeführt ist. Diese muss „einfach“ abgearbeitet werden. Die Reihenfolge kann immer mal etwas anders sein. Das hängt auch von den Beamten vor Ort ab. Die verschiedenen Stellen müssen z.T. mehrfach betreten werden, so dass über den Tag verteilt, eine ganz schöne Strecke zusammenkommt. In der Regel sollten für den Vorgang zwei Tage eingeplant werden. Wir haben das Glück, dass alle Beamten zügig arbeiten und wir das Fahrzeug am selben Tag mitnehmen können.
Wichtig sei noch zu erwähnen, dass das Hafengelände nur vom Fahrzeughalter betreten werden darf. Es müssen lange Hosen und geschlossene Schuhe getragen werden. Außerdem wird eine Unfallversicherung benötigt. Die in Deutschland abgeschlossene Versicherung ist dabei ausreichend.
Es ist auf jeden Fall erforderlich, genügend Bargeld einzustecken. Alle Beträge müssen bar bezahlt werden.
Für das Fahrzeug wird eine Autoversicherung benötigt, die aber nicht mehr zwischen Hafen und Zollgebäude abgeschlossen werden kann. In der Stadt befindet sich jedoch ein entsprechendes Büro.

Wir sind am Ende froh, dass mit der Verschiffung alles gut geklappt hat, auch wenn die Zusammenarbeit mit dem Agenten nicht zufriedenstellend war und freuen uns einfach auf die Weiterreise.

Personen
Da wir unser Fahrzeug verschifft haben, fliegen wir selbst mit dem Flugzeug von Panama-Stadt nach Cartagena. Abgesehen davon, dass wir spät am Flughafen ankommen, am Check-In eine Riesenschlange Menschen ansteht und als wir endlich an der Reihe sind, uns erklärt wird, dass das Flugzeug überbucht sei, man aber dann doch noch zwei Plätze findet, ist die Ausreise aus Panama schnell erledigt. Da wir kein Rückflugticket haben, erklären wir am CheckIn, dass unser Fahrzeug mit dem Schiff von Panama nach Kolumbien unterwegs ist, wir dieses in Cartagena abholen und dann weiterreisen. Wir zeigen den Stempel im Pass, der die Ausreise ohne Fahrzeug bestätigt und das provisorische Bill of Landing. Man ist zufrieden und händigt uns die Bordkarten aus. Nach dem Sicherheitsscheck kommen wir an Bord und erhalten jeder ein Formular, welches bis zur Einreise nach Kolumbien ausgefüllt werden muss.

Die Einreise in Kolumbien ist einfach. Wir werden gefragt, ob wir Urlaub machen, erhalten den Stempel in den Pass und müssen anschließend das Zollformular abgeben. Erledigt!

Grenzübergang Kolumbien (Rumichaca) – Ecuador (Tulcán) am 29.08.18

Aufgrund der Situation an der Grenze mit den unzähligen Menschen aus Venezuela, welche ebenfalls die Grenze überschreiten wollen, sind wir bereits um 06.45 Uhr vor Ort, um möglichst das ganze Procedere hinter uns zu bringen, bevor die Wartezeiten länger werden.
Wir halten auf der kolumbianischen Seite auf dem kleinen Parkplatz direkt vor der DIAN. Dieser ist nur für kleinere Fahrzeuge geeignet, aber nur ca. 100 m weiter befindet sich noch ein großer Parkplatz. Direkt an dem DIAN-Gebäude außen befinden sich die Schalter. Ein Mann aus dem Inneren winkt uns aber zu, dass wir um das Gebäude kommen sollen. Dort geben wir unsere temporäre Einfuhrgenehmigung ab. Der Beamte prüft und behält diese. In weniger als einer Minute ist unser Auto abgemeldet.
Wenig Meter die Straße nach unten befindet sich das Gebäude der Migracion. Dort stehen schon viele Menschen, die meisten davon aus Venezuela. Für Nicht-Venezuelaner gibt es eine Extraschlange, an der wir uns anstellen. Nach einigen Minuten, die Migracion hat wohl noch geschlossen, dürfen wir dann an den Schalter. Wir erhalten unseren Ausreisestempel.
Vor dem Gebäude tauschen wir noch unsere restlichen Pesos in US-Dollar ein.

Wir fahren über die Brücke und befinden uns somit auf ecuadorianischer Seite. Auf der rechten Seite sehen wir das Gebäude mit der Aufschrift „Migracion“ und vom Militär wird uns ein Parkplatz zugewiesen. Wir gehen zum Gebäude und durch eine Glastür, wo sich die Migracion befindet. Wir haben Glück und müssen nicht warten. Am Schalter werden wir nach dem ersten Aufenthaltsort gefragt und wie lange wir in Ecuador bleiben möchten. Wir bekommen unseren Einreisestempel und gehen zur Aduana. Diese befindet sich außen an dem Gebäude schräg gegenüber der Migracion. Überall stehen Menschen mit ihrem Gepäck und der Schalter ist etwas unscheinbar und noch geschlossen. Lediglich eine Reinigungskraft ist am Arbeiten und wir fragen nach, ob wir an den Schalter müssen. Das wird bejaht und wir stellen uns vorn an den Schalter, der zum Parkplatz hinzeigt. Nach einigen Minuten erscheinen dann zwei Damen. Die eine nimmt den Pass und schickt uns sogleich wieder zurück zur Migracion, da die 90 Tage Aufenthaltsdauer nicht eingetragen sind. Der Beamte schreibt mit einem Faserschreiber einfach eine 90 in den Pass und damit ist das erledigt, Wieder zurück am Schalter der Aduana nimmt die Beamtin den Pass und Führerschein des Fahrzeughalters sowie den Fahrzeugschein entgegen. Wir geben auch gleich unsere Liste mit den Fahrzeugdaten mit ab, um das Ganze etwas zu beschleunigen. Wir werden noch gefragt, wo wir hinwollen. Die Beamtin füllt die temporäre Einfuhrgenehmigung aus und gibt sie uns zur Unterschrift. Wir prüfen das Dokument und tatsächlich stimmt die VIN-Nummer nicht. Diese wird anstandslos korrigiert. Die beiden Exemplare der Einfuhrgenehmigung werden unterschrieben, ein Exemplar erhalten wir, eines bleibt beim Zoll. Damit ist alles erledigt. Die Beamtin war weder daran interessiert, sich unser Fahrzeug anzusehen, noch wurden wir, wie andere Reisenden aufgefordert, selbst Fotos vom Fahrzeug und der VIN-Nummer zu machen und ihr diese zu bringen.

Wir haben für den Grenzübergang 1,25 h gebraucht. Es war alles relativ übersichtlich, von den vielen Menschen abgesehen. Alle Beamten waren freundlich und hilfsbereit. Grenzhelfer haben wir keine gesehen. Diese sind aber auch nicht notwendig. Im Gegensatz zu Zentralamerika war der Übergang relativ entspannt und der behördliche Aufwand gering. Es mussten keine Kopien abgegeben werden.

Grenzübergang Ecuador (La Balsa) – Peru (Namballe) am 04.10.18

Da wir direkt von Vilcabamba kommen und bis zur Grenze etwa 3,5 h benötigen, sind wir diesmal erst gegen Mittag vor Ort (ca. 11.45 Uhr). 10 Kilometer vor der Grenze befindet sich ein Checkpoint, wo wir unsere Pässe vorzeigen müssen und unsere Daten in ein Buch eingetragen werden.

In La Balsa parken wir am Straßenrand kurz vor der Brücke. Auf der linken Seite befindet sich die Aduana, wo uns zwei Herren erwarten. Der eine nimmt die temporäre Einfuhrgenehmigung für das Fahrzeug für Ecuador entgegen, prüft diese und damit ist dies erledigt. Die Migracion befindet sich rechts neben der Aduana. Dort treffen wir niemanden an. Deshalb tauschen wir in der Zwischenzeit in einem kleinen Lebensmittelgeschäft auf der rechten Seite ein paar Dollar gegen Soles ein. Der Kurs ist vernünftig. 10 Minuten später erscheint der Beamte der Migracion. Wir müssen jeweils einen Zettel mit persönlichen Daten ausfüllen und erhalten dann den Ausreisestempel in den Pass. Die Zettel verbleiben bei dem Beamten. Wir gehen zum Fahrzeug und der eine Beamte der Aduana öffnet uns die Schranke und wir fahren über die Brücke.

Auf peruanischer Seite ist ebenfalls eine geschlossene Schranke vor der wir anhalten und aussteigen. Auf der linken Seite befindet sich erst die Aduana, dann die Lebensmittelkontrolle und dann die Migracion. In dieses Gebäude gehen wir zuerst. Wir müssen jeweils ein Einreiseformular ausfüllen, wobei der untere Teil als Touristenkarte dient (Tarjeta Andina de Migracion). Wir werden gefragt, wie lange wir in Peru bleiben möchten und antworten mit 90 Tagen. Wir erhalten den Einreisestempel mit den genehmigten 90 Tagen. Diese werden ebenfalls im System und auf der Touristenkarte vermerkt. Wir werden eindringlich darauf hingewiesen, dass wir die Touristenkarte nicht verlieren dürfen. Dann informiert uns der Beamte, dass wir in das Nebenzimmer gehen sollen. Dort sitzt eine Krankenschwester, die unsere Impfausweise sehen möchte. Zum Glück sind wir von Freunden vorgewarnt und somit legt Annett gleich mal alle 3 Impfausweise, die sie seit ihrer Geburt bekommen hat, vor. Die Krankenschwester blättert begierig in den Dokumenten, ob sie aber wirklich erkennt, welche Impfungen dort vermerkt sind, können wir nicht glauben. Jedenfalls ist sie sichtlich beeindruckt und Ralf muss seinen Impfausweis gar nicht erst vorlegen. Das Vorzeigen seines Arztausweises hilft dabei ggf. auch noch. Wir müssen noch unsere Pässe vorzeigen, damit ein paar persönliche Daten erfasst werden können und damit haben wir auch das überstanden.
Als nächstes gehen wir in das erste Gebäude, wo sich die Aduana befindet. Ein junger, gut englisch sprechender Beamter empfängt uns und erklärt, dass er Kopien vom Pass, Führerschein, dem Fahrzeugschein und der Touristenkarte des Fahrers benötigt. Kopien können in einem Geschäft auf der anderen Straßenseite angefertigt werden. Anschließend werden wieder die Daten im System erfasst. Dann druckt er die temporäre Einfuhrgenehmigung aus, wir prüfen die Daten, Ralf unterschreibt und wir erhalten ein Exemplar. Einen Blick ins Auto möchte er nicht werfen. Die VIN-Nummer scheint nicht interessant zu sein, obwohl sie natürlich in der Einfuhrgenehmigung steht. Auch nach der Fahrzeugversicherung werden wir nicht gefragt. Der Beamte öffnet uns die Schranke, wir fahren hindurch, um dann gleich wieder angehalten zu werden. Von den Beamten der Lebensmittelkontrolle werden wir nach dem Vorhandensein von frischen Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Fleisch, Milchprodukte) gefragt. Diese haben wir natürlich nicht. Man wirft einen Blick ins Fahrzeug und das war es dann endlich. Wir dürfen weiterfahren.

Wir haben für den Grenzübergang 45 min gebraucht. So schnell ging es noch nie. Aufgrund des kleinen Grenzüberganges war alles sehr übersichtlich. Alle Beamten waren freundlich und hilfsbereit. Grenzhelfer und Geldwechsler haben wir keine gesehen. Geld kann man aber auf beiden Seiten in den kleinen Geschäften tauschen.