Grenzübergänge

Ein Grenzübergang ist immer mit etwas Aufregung verbunden. Gestaltet sich die Einreise für Personen noch relativ einfach, ist für die Autos ein hoher bürokratischer Aufwand erforderlich. Der Sinn mancher Aktionen oder der zu erstellenden Kopien ist oftmals nicht nachvollziehbar. Dazu kommt, dass man nicht unbedingt die Sprache beherrscht und auf der Suche nach den entsprechenden Stellen durch die Gegend irrt.
Wir haben nachfolgend die Abläufe an den von uns genutzten Grenzübergängen beschrieben. Dies kann aber nur eine grobe Orientierung sein. Oftmals gibt es kurzfristig Änderungen. Dennoch empfinden wir es als große Erleichterung zumindest eine ungefähre Ablaufbeschreibung in der Hand zu haben. Wir hoffen, dass wir hiermit auch anderen Reisenden helfen können.

USA (Tecate) – Mexiko (Tecate) am 26.11.17

Die Einreise nach Mexiko verlief bei uns sehr entspannt. Wir haben uns den relativ kleinen Grenzübergang in Tecate rausgesucht. Nachdem wir auf USA-Seite uns am Geldautomaten vorsorglich noch ein paar US-Dollar beschafft hatten, haben wir unser Auto auf einem der Parkplätze für 5 USD abgestellt. Unmittelbar im Grenzbereich gibt es leider keine Parkplätze. Dann ging es zu Fuß Richtung Grenze. Als erstes passierten wir ein Drehkreuz. Auf der rechten Seite befindet sich ein Gebäude. Als erstes sieht man dort das Banjercito. An diesem geht man vorbei über ein paar Stufen zur Migración. Uns nahm ein sehr netter Beamter in Empfang, der trotz Sonntag allerbester Laune war. Er fragte uns nach unseren Plänen, wie lange wir in Mexiko bleiben wollen und schaute sich unsere Pässe an. Anschließend bekamen wir die Touristenkarte zum Ausfüllen überreicht. Es wurde uns genau erklärt, was wir wie auszufüllen hatten. Anschließend hat der Beamte unsere Eintragungen überprüft und wir wurden zum Banjercito geschickt. Dort mussten wir die Einreisegebühr für 2 Personen in Höhe von 1.000 Pesos bezahlen. Diese kann man bar oder mit Visakarte begleichen. Anschließend ging es wieder zur Migración. Die Touristenkarte wurde fertig ausgestellt und wir bekamen eine Aufenthaltsgenehmigung für 180 Tage sowie einen Stempel in den Pass. Auf unsere Frage, wo wir die temporäre Einfuhrgenehmigung für unser Auto erhalten, gab es erst mal die Auskunft, dass wir keine bräuchten. Erst nachdem wir darauf hingewiesen hatten, dass wir nach der Baja California auf das Festland übersetzen wollen, wurden wir an das Banjercito verwiesen. Der Beamte war aber noch so freundlich, Kopien von der Touristenkarte, dem Reisepass und der Zulassung anzufertigen (weil der Chef nicht da war, seine Aussage), die wir für das Banjercito benötigten. Dahin ging es mit den Kopien. Die Beamtin vom Banjercito nahm die Kopien und prüfte die Zulassung, da einige Daten in die auszustellenden Unterlagen übernommen haben. Sie kam mit der Zulassung ganz gut zurecht. Hilfreich war eine von uns auf Spanisch erstellte Liste, in der wir alle wichtigen Fahrzeugangaben aufgeführt hatten. Dann mussten wir noch eine Liste ausfüllen, welches Inventar in unserem Auto vorhanden ist. Nachdem sie alle Papiere erstellt hatte, war eine Gebühr über 1.111 Pesos für die Einfuhr des Autos fällig. Wir bekamen die Unterlagen ausgestellt, mit denen bescheinigt wird, dass das Auto für 10 Jahre in Mexiko bleiben darf. Zu den Unterlagen erhält man einen Aufkleber, der an der Frontscheibe des Autos angebracht werden muss. Das war dann erst mal geschafft.

Allerdings mussten wir noch unseren weißen Zettel aus dem Pass, den wir bei der Einreise in die USA erhalten hatten, loswerden. Macht man das nicht, kann es ggf. bei einer erneuten Einreise Schwierigkeiten geben, da man nicht aus dem System entfernt wurde. Oberhalb des Banjercito befindet sich auf der Straße ein weißer Strich, dem man folgt und nach einem kleinen Labyrinth immer an dem Zaun entlang, kommt man in das Grenzgebäude der USA. Dort muss als erstes der Pass eingescannt werden, dann darf man zu einem Beamten. Wir brachten unser Anliegen vor und erklärten ihm, dass unser Auto noch auf der amerikanischen Seite steht. Der Beamte war der Meinung, wenn er unseren Zettel jetzt entfernt, wären wir nicht mehr offiziell in den USA und er müsse uns nach Mexiko zurückschicken. Also blieb der Zettel drin. Wir holten unser Auto und suchten krampfhaft einen Parkplatz. Der nette Mann von der mexikanischen Migración bot an kurz hinter der Schranke bei der Inspeción zu parken, was wir auch taten. Allerdings gefiel dies dem Beamten von der Inspecion nicht so recht und er meinte, wir sollen außerhalb des Grenzbereiches parken. Vorher wolle er aber gern einen Blick in unser Fahrzeug werfen. Er schaute aber wirklich nur kurz rein. Wir wurden nach Alkohol, Drogen und Lebensmitteln gefragt, was wir natürlich alles nicht dabei hatten. Bei den Lebensmitteln hatten wir zumindest keine frische Ware, wie Obst, Gemüse, Fleisch, Milchprodukte u.ä. mit. Es wurde aber keine Kontrolle durchgeführt. Auch hier wurden wir, wie bei der Einreise in die USA, nach unseren Berufen gefragt. Dann war zumindest das erledigt und wir waren durch die Grenze und in der Stadt. In einer Nebenstraße stellten wir unser Auto ab und machten uns zu Fuß wieder auf den Weg in die USA. Dazu passierten wir diesmal das Drehkreuz auf der mexikanischen Seite und kamen dann wieder in das bereits genannte Gebäude. Mittlerweile hatten die Beamten gewechselt. Wir scannten wiederum unsere Pässe ein und wurden von einer sehr ernst und reserviert auftretenden Beamtin in Empfang genommen. Sie riss die Zettel aus dem Pass und legte sie zur Seite. Inwieweit hier eine weitere Bearbeitung erfolgt, kann niemand beeinflussen. Es bleibt nur zu hoffen, dass wir aus dem System entfernt wurden. Damit wir nicht wieder in die USA gelangen, wurde uns extra das Tor zur mexikanischen Seite wieder aufgeschlossen. Wir liefen den Weg nun wieder zurück auf der Seite des Banjercito und dann waren wir endgültig in Mexiko!

Zusammenfassend kann man sagen, die Einreise nach Mexiko ist kein Problem, sofern man sich vorher etwas informiert. Lediglich die endgültige Ausreise aus den USA ist wirklich umständlich.

Mexiko (Subteniente Lopez) – Belize (Santa Elena) am 22.03.18

Von Chetumal sind es ca. 20 km bis zum Grenzübergang Santa Elena. An einer Gabelung folgen wir der Libramiento Richtung Belize.
Ohne unser Auto zu verlassen, müssen wir an einem kleinen Häuschen unsere Pässe, die Touristenkarten und die Quittung für die Zahlung der Einreisegebühr vorlegen. Die Pässe werden mit dem Ausreisestempel, erkennbar an dem S für Salida versehen und uns zurückgegeben, ebenso die Quittung für die Einreisegebühr. Sofern die Quittung nicht vorgelegt werden kann, ist die Einreisegebühr nochmals fällig. Die Touristenkarten behält der Beamte.
Gleich gegenüber befindet sich auf der linken Seite ein größeres Gebäude, vor dem ein Aufsteller mit der Aufschrift „Insurance“ wedelt bzw. an dem Gebäude seitlich die Aufschrift „Puerto Fronterizo Chactemal“ prangt. In diesem Gebäude befindet sich das unter anderem das Banjercito, wo wir die temporäre Einfuhrgenehmigung annullieren lassen möchten. Die Dame weist uns daraufhin, dass unser Auto 10 Jahre in Mexiko bleiben darf und wir es jetzt nicht abmelden müssen. Da wir mit diesem Auto aber nicht mehr nach Mexiko einreisen möchten (es sei denn, wir müssen in Zentralamerika umdrehen), nehmen wir die Abmeldung vor. Die Dame begleitet uns zum Auto, macht von diesem und der VIN-Nummer Fotos. Anschließend wird der Aufkleber an der Windschutzscheibe weitgehend entfernt. Wir  gehen wieder zurück zum Schalter. Die Beamtin benötigt Pass und Fahrzeugschein des Fahrzeughalters sowie das Banjercito. Dann stellt sie uns die Annullierungsbestätigung aus und unser Fahrzeug ist abgemeldet.
Als nächstes geht es zur Grenze von Belize und als erstes zur Fahrzeugdesinfektion ca. 500 m weiter. Von weitem werden uns Zeichen gemacht, wo wir stehenbleiben sollen und dann geht es los. Dabei wird sogar das ganze Fahrzeug besprüht. Der Sinn erschließt sich uns natürlich mal wieder nicht. Von der Fahrzeugdesinfektion fahren wir zu dem kleinen Häuschen in Sichtweite und dürfen 100 Pesos bezahlen. Dafür bekommen wir eine Quittung, die wir später noch brauchen werden.
Dann geht es weiter zum Zoll. Der Weg dahin ist ausgeschildert und kurz darauf kommen wir linkerhand zu einem großen grünen Gebäude. Auf der rechten Seite befindet sich ein Parkplatz, wo wir unser Auto abstellen. In dem Gebäude befindet sich als erstes ein Informationsschalter. Dort bekommen wir ein Formular zum Ausfüllen, in dem unsere ganzen persönlichen Daten erfasst werden. Anschließend müssen wir zum Schalter mit der Aufschrift „Visitors“. Dort müssen der Pass und das Formular abgegeben werden. Die Dame fragt uns nach unserem ersten Aufenthaltsort (muss auch im Formular angegeben werden), wie lange wir in Belize bleiben wollen und was unsere weiteren Stationen sind. Bei manchen macht sie den Eindruck als hätte sie noch nie was davon gehört. Anschließend bekommen wir unseren Stempel in den Pass mit dem Vermerk, dass wir 30 Tage in Belize bleiben dürfen. Dafür im ausgefüllten Formular bei Grund des Aufenthalts unbedingt „Holiday“ angeben.
Im selben Gebäude erhalten wir auch die temporäre Einfuhrgenehmigung für das Auto. Dazu geht man an dem Schalter „Visitors“ vorbei in den hinteren Teil mit der Aufschrift „Customs“. Dort benötigen wir den Pass, die Zulassung und den Nachweis der Fahrzeugdesinfektion. Auch hier ist die Adresse des ersten Aufenthaltsortes anzugeben. Der Herr fragt ebenfalls nach, was wir so vorhaben und wie lange wir in Belize bleiben. Dann begleitet er uns zum Auto, prüft die VIN-Nummer und wirft einen Blick ins Auto. Außerdem fragt er, ob wir Obst, Gemüse oder Fleisch mitführen, was wir verneinen. Dann gehen wir wieder zum Schalter. Dort bekommen wir eine Übersicht zum Lesen, was wir mit dem Fahrzeug alles nicht machen dürfen (z.B. darf es nicht jemanden ausgeliehen werden). Nachdem unser Einverständnis gegeben wird, erfolgt die Ausstellung der temporären Einfuhrgenehmigung für 30 Tage und der Eintrag in den Pass des Fahrzeughalters. Wir werden darauf hingewiesen, dass wir es bei der Ausreise unbedingt wieder vorlegen müssen. Ansonsten wird es teuer. Hier am Schalter ist nichts zu bezahlen. Nachdem wir alle Papiere zurückerhalten haben, gehen wir zum Fahrzeug und werden von einem weiteren Herrn angesprochen. Gegen Quittung zahlen wir 300 Pesos Einreisegebühr. Auch diese Quittung muss für die Ausreise unbedingt aufgehoben werden, da diese ansonsten nochmals fällig wird.
Danach fahren wir zur Zollkontrolle. Hier wird von uns lediglich der Nachweis zur Fahrzeugdesinfektion verlangt und dann dürfen wir durch die Schranke.
Direkt hinter der Grenze befindet sich auf der rechten Seite ein großes weißes Haus, welches mit „Insurance“ gekennzeichnet ist. Dort schließen wir unsere Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug ab (siehe hier).

Für das ganze Procedere haben wir 1,5 Stunden benötigt. Alle Beamten waren freundlich und die Bearbeitung erfolgte zügig.

Belize (Benque Viejo del Carmen) – Guatemala (Melchor de Mencos) am 03.04.18

Auf belizianischer Seite ist ein großes grünes Haus zu sehen mit einem Parkplatz davor. Wir parken dort auf der rechten Seite, links ist für Taxis reserviert. Auf dem Weg zum Haus werden wir von Grenzhelfern bzw. Geldwechslern angesprochen. Wir lehnen erst mal dankend ab. Nach Betreten des Gebäudes gehen wir an den ersten Schalter über dem das Schild „Border Management Agency“ hängt. Wir müssen unsere Pässe vorlegen und die Ausreisegebühr von 40 BZD pro Person bezahlen. Dafür bekommen wir jeder eine Quittung, die wir noch benötigen werden. Das Ausfüllen eines Fragebogens der Tourismusbehörde, wie bei anderen beschrieben, scheint inzwischen weggefallen zu sein.
Mit unseren Pässen und den Quittungen gehen wir zum nächsten Schalter mit „Immigration“ gekennzeichnet. Wir müssen beides vorlegen. Nachdem wir die Frage nach unserem letzten Aufenthaltsort beantwortet haben, erhalten wir den Ausreisestempel in den Pass. Die Quittung bekommen wir zurück.
Anschließend möchten wir die temporäre Einfuhrgenehmigung für das Auto annullieren lassen. Dazu müssen wir einige Schritte zurückgehen zu einer Tür, deren Aufschrift nicht mehr so recht zu lesen ist, aber anscheinend ist der Durchgang nur für Mitarbeiter gedacht (Authorized Personnel only). Auf der anderen Seite befindet sich eigentlich die Einreise nach Belize. Am Schalter „Customs“ legen wir unsere Einfuhrgenehmigung und den Pass des Fahrzeughalters vor. Auf den Stempel, den es bei der Einreise nach Belize für das Auto gab, wird ein neuer Stempel aufgedrückt und das Auto ist abgemeldet. Ein weiteren Beleg gibt es nicht.
Wir verlassen das Gebäude Richtung Fahrzeug und tauschen auf dem Parkplatz unsere restlichen BZD in Quetzales. Der Kurs ist natürlich nicht der Beste. Die Geldwechsler waren auch sehr an mexikanischen Pesos interessiert.
Wir fahren zur Schranke und müssen dort nochmals unsere Pässe und die Quittungen der Ausreisegebühr vorzeigen.

Die Schranke öffnet sich und wir fahren auf guatemalischer Seite zur Fahrzeugdesinfektion (Fumigation). Die Prozedur ist natürlich wieder sinnfrei. Man winkt uns ein paar Meter weiter zu fahren und wir parken am Straßenrand. In dem flachen Haus auf der rechten Seite dürfen wir für die Fahrzeugdesinfektion 37 Quetzales hinlegen und erhalten eine Quittung.
Schräg rüber befindet sich ein offenes Gebäude mit den Schaltern. Am Schalter „Entrada Guatemala“ geben wir unsere Pässe ab und erhalten den Einreisestempel mit der eingetragenen Aufenthaltsdauer von 90 Tagen. Hier ist auf jeden Fall zu beachten, dass diese Dauer nicht nur für Guatemala gilt, sondern ebenfalls noch für El Salvador, Honduras und Nicaragua. Das heißt, insgesamt darf man sich in den vier Ländern nur 90 Tage aufhalten (sogenannte CA 4-Länder).
Für das Auto gelten natürlich wieder andere Regelungen. Um das Fahrzeug in Guatemala einzuführen, gehen wir an den Schalter, der sich links neben dem Schalter „Entrada Guatemala“ befindet. Pass, Fahrzeugzulassung und Führerschein sind vorzulegen. Normalerweise werden Kopien von allen drei Dokumenten gefordert, einschließlich der Kopie des Einreisestempels im Pass. Wir haben Glück und der Beamte fertigt die Kopien selbst an. Er überträgt die Daten in ein Dokument, geht mit uns zum Fahrzeug und prüft die VIN-Nummer. Am Schalter zurück erhalten wir ein Dokument zur Unterschrift, unbedingt die Angaben prüfen, und eine Rechnung über 160 Quetzales. Mit dieser gehen wir an den unscheinbaren Bankschalter auf der rechten Seite (2 kleine Fenster), bezahlen den Betrag und gehen wieder zurück zu dem Beamten. Wir erhalten die Einfuhrgenehmigung und einen Aufkleber für die Windschutzscheibe, den wir sofort anbringen (soll links unten auf der Fahrerseite angebracht werden).
Danach fahren wir durch die Grenze, wo nochmals die Pässe kontrolliert werden. Damit ist es geschafft.
Eine Fahrzeugversicherung ist für Guatemala nicht vorgeschrieben. Wir haben jedoch eine online bei Todoriesgo abgeschlossen. Diese gilt für Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Costa Rica. Allerdings ist von anderen Reisenden bekannt, dass diese in Costa Rica nicht anerkannt wird und dort eine neue abgeschlossen werden muss. Die Versicherung kann für 15, 30, 60 oder 90 Tage abgeschlossen werden. Wir haben für 60 Tage 459 Quetzales bezahlt.
Bei der Einreise nach Melchor de Mencos darf dann noch eine „Stadtgebühr“ über 20 Quetzales bezahlt werden.

Das ganze Prozedere hat eine Stunde gedauert. Die Beamten waren freundlich und alles wurde zügig erledigt. Niemand wollte in das Fahrzeug sehen und wir wurden auch nicht gefragt, ob wir Obst, Gemüse, Fleisch, Alkohol oder sonst irgendwas mitführen würden. Grenzhelfer sind nicht erforderlich.

Guatemala (Valle Nuevo) – El Salvador (Chinamas) am 28.04.18

Wir kommen an die Grenze und parken unser Auto am rechten Straßenrand. Sogleich stürzen sich Geldwechsler und Grenzhelfer auf uns, die nicht so leicht abzuschütteln sind. In der Eile vergessen wir, den Aufkleber an der Windschutzscheibe zu entfernen. Also muss Ralf wieder zurück. In Sichtweite befindet sich ein großes blaues Gebäude. Zwischen den Fahrspuren befindet sich die Migración. Wir stellen uns in der Schlange an. Am Schalter erhalten wir den Ausgangsstempel in den Pass und eine Ausreisequittung. Die Quittung muss bei der Einreise nach El Salvador wieder abgegeben werden. Der Versuch auf einer Kopie des Passes den Ausreisestempel zu erhalten (für die Ausfuhr des Autos erforderlich), scheitert. Dann eben ohne zur SAT (verantwortliche Behörde für die Fahrzeuge). Im Pass prüfen wir, dass das Datum stimmt und das „S“ für Salida im Stempel eingekreist ist.
Dann geht es zur SAT. Diese befindet sich im selben Gebäude. Dazu gehen wir an der gegenüberliegenden Tür hinaus und rechts wenige Meter weiter befindet sich die Behörde. Dort werden folgende Dokumente benötigt:

  • Kopie Fotoseite im Pass des Fahrzeughalters
  • Kopie Ausreisestempel aus Guatemala im Reisepass des Fahrzeughalters (haben wir nun nicht, ist aber auch kein Problem)
  • Kopie Führerschein des Fahrzeughalters
  • Kopie Fahrzeugschein
  • Original des Einfuhrpapieres von Guatemala
  • Kopie des Einfuhrpapieres von Guatemala
  • Sticker für die Windschutzscheibe (bei Einfuhr nach Guatemala erhalten, haben ihn eigenhändig abgelöst)
  • Kopie des Stickers

Die Beamtin am Schalter nimmt alles entgegen und mokiert auch nicht die fehlende Kopie des Ausreisestempels. Ohne zum Auto zu gehen und die VIN-Nummer zu prüfen, wie sonst, erhalten wir eine gestempelte Kopie des Einfuhrpapieres. Diese Kopie benötigt man wiederum bei der Einreise nach El Salvador.  Wir wechseln noch die restlichen Quetzales in US-Dollar, was die offizielle Währung in El Salvador ist. Dabei aufpassen und unbedingt versuchen, mehr herauszuschlagen.

Ohne weiteren Halt passieren wir die Grenze und fahren über eine Brücke. An deren Ende werden wir angewiesen, rechts zu parken. Es ist unheimlich laut, da dort mehrere Busse mit laufendem Motor parken. An dem kleinen Häuschen erhalten wir draußen ein Formular für die Einfuhr des Fahrzeuges, welches wir ausfüllen. Es ist alles in Spanisch aufgeführt und zum Glück haben wir unsere Liste mit den Fahrzeugdaten in Spanisch bei der Hand. Soweit wir können, füllen wir alles aus. Der Beamte sieht sich anschließend das Formular an und erfragt noch fehlende Daten. Er verlangt folgende Dokumente:

  1. Kopie Reisepass des Fahrzeughalters
  2. Kopie Führerschein des Fahrzeughalters
  3. Kopie Fahrzeugschein
  4. Kopie der mit einem Ausreisestempel versehenen Kopie des Einfuhrpapieres von Guatemala
  5. Kopie Ausreisestempel Guatemala im Reisepass des Fahrzeughalters

Nach Unterzeichnung durch den Fahrzeughalter gibt er das Formular einem Beamten in dem kleinen Häuschen gemeinsam mit den Originaldokumenten Reisepass, Führerschein und Fahrzeugschein. Wir warten. Nach einigen Minuten kommt der Beamte aus dem Häuschen, um die Daten in dem Formular vor Ort zu prüfen und zu ergänzen. Er ist dabei sehr gründlich und wirft auch einen Blick in das Innere des Fahrzeuges. Anschließend folgen wir ihm in das große Gebäude gegenüber der Straße, wo die Aduana untergebracht ist. Der Beamte übergibt Formular, Kopien und Originaldokumente einem weiteren Beamten. Dieser trägt nun alle Daten aus dem Formular in den Computer ein. Das dauert etwas. Anschließend wird das Dokument doppelt ausgedruckt und der Beamte und der Fahrzeughalter unterschreiben. Ein Dokument behält der Zoll, das andere erhält der Fahrzeughalter. Außerdem werden die Originaldokumente ausgehändigt. Dann ist alles erledigt. Zur Migración von El Salvador muss man nicht, da man bereits in Guatemala der CA 4-Aufenthaltsstempel für 90 Tage in den Pass erhalten hat.
Dann können wir losfahren. Kurz darauf ist jedoch der nächste Stopp. Dort werden die Pässe geprüft und die Ausreisequittung von Guatemala eingezogen.
Weniger Meter weiter ist der nächste Stopp und wir müssen die Einfuhrgenehmigung vorzeigen. Selbst der Beamte rollt mit den Augen, da er uns bereits an dem kleinen Häuschen gesehen hat und weiß, dass wir die Papiere haben. Da aber an der Stelle auch noch zwei Bewaffnete stehen, bleibt ihm nichts anderes übrig als sich das Papier nochmals anzusehen. Dann ist es aber wirklich geschafft und das Abenteuer El Salvador kann beginnen!

Das ganze Procedere hat 1,5 Stunden gedauert. Es waren keine Gebühren zu zahlen. Alle Beamten waren freundlich, wenn auch sehr ernst. Grenzhelfer sind nicht erforderlich.

El Salvador (El Amatillo) – Honduras (Las Lajas) am 10.05.18

Wir fahren an die Grenze und werden dort von einem Beamten angehalten. Er verlangt die temporäre Einfuhr für das Fahrzeug und eine Kopie davon. Die Dokumente gibt er den Beamten in dem kleinen Häuschen daneben. Wir parken am Straßenrand und gehen zu dem Häuschen. Dort wird uns die abgestempelte Kopie mit der aufgeklebten Ausfuhrbescheinigung ausgehändigt mit dem Hinweis, dass wir für Honduras 2 Kopien davon benötigen. Diese lassen wir gleich in dem Kopierladen hinter der kleinen Seitenstraße ziehen. Dann fahren wir an einer Autoschlange vorbei und die Straße gabelt sich. Links ist die Abbiegung für die „Touristenfahrzeuge“. Wir parken kurz vor einem weiß-blauen Gebäude. An der rechten Seite des Gebäudes befindet die Migración. Wir geben unsere Pässe ab und werden gefragt, wohin wir reisen wollen.
Wir fahren weiter und vor der Brücke werden das Ausfuhrbescheinigung geprüft, die Pässe kontrolliert und die Ausreisequittung behalten.

Hinter der Brücke befindet sich auf der linken Seite ein blau-weißes Gebäude mit der Migración und der Aduana für Honduras. Wir geben am Schalter „Entrada“ unsere Pässe ab und im Gegensatz zu den anderen Einreisenden werden von uns keine Fingerabdrücke genommen. Wir werden nach unserem ersten Aufenthaltsort und der Aufenthaltsdauer gefragt. Pro Person dürfen wir 3 USD bezahlen und erhalten eine Quittung dafür und unsere Pässe. Im Pass ist ein Einreisestempel (mit der Restlaufzeit des C4-Visums) eingetragen.
Schräg gegenüber befindet sich die Aduana. Die Beamtin möchte Pass, Führerschein, Fahrzeugschein und die Ausfuhrbescheinigung des Fahrzeuges von El Salvador. Sie füllt ein Formular handschriftlich aus und bescheinigt die Einfuhr des Fahrzeuges im Pass. Anschließend müssen wir folgende Kopien beschaffen:
2x Passseite mit persönlichen Daten und Foto
2x Passseite mit Stempel für Einfuhr des Fahrzeuges
2x Führerschein
2x Fahrzeugschein
2x Ausfuhrdokument von El Salvador
3x handschriftlich ausgefülltes Formular
4x Boletin de Pago.

Ein Kopierladen befindet sich außerhalb des Gebäudes rechts (Richtung El Salvador) und mit unseren Kopien gehen wir wieder an den Schalter zurück. Die Beamtin sortiert alle Kopien. Mit einem Stapel Kopien werden wir zur Bank geschickt. Diese befindet sich auf der anderen Seite außerhalb des Gebäudes (Richtung Honduras) in einem rot-weißen Gebäude. Die Gebühren können sowohl in USD als auch Lempiras bezahlt werden. Wir bezahlen 765 Lempiras. Mit der erhaltenen Quittung geht es wieder zurück zu der Beamtin. Wir erhalten alle Originaldokumente zurück sowie die per Hand ausgefüllte Einfuhrgenehmigung und eine Kopie der Einfuhrgenehmigung.
An einem Haltepunkt wird die Kopie einbehalten und wir dürfen endgültig die Grenze passieren.

Der Grenzübertritt hat insgesamt etwa 1,5 Stunden gedauert und alle Beamten waren sehr freundlich und hilfsbereit. Grenzhelfer sind hier auf keinen Fall erforderlich.

Honduras (San Marcos de Colon/La Fraternidad) – Nicaragua (El Espino) am 10.05.18

Kurz vor der Grenze müssen wir an einem Stoppschild und einem weiteren Schild mit der Aufschrift „Control Cuarentenario“ anhalten. Es ist gerade Mittagspause und niemand wird durchgelassen. Wir bekommen den Tipp, dass die Migración aber geöffnet sein soll. So lassen wir unser Auto vor der Absperrung stehen und gehen zur Migración. Diese befindet sich an der linken Außenseite eines gelb-blauen Gebäude. Dort werden unsere Fingerabdrücke genommen und ein Foto geschossen. Außerdem bekommen wir einen Ausreisestempel in den Pass. Analog der Einreise sind wiederum 3 USD pro Person fällig. Dafür erhalten wir eine Quittung.
Wieder zurück am Auto, wechseln wir einige Dollar in Cordobas und nach einigen Minuten erscheint ein Beamter. Er prüft unsere Einfuhrgenehmigung, macht einige Vermerke darauf und weist uns daraufhin, dass wir ihm nach der Abmeldung bei der Aduana eine Kopie der abgestempelten Einfuhrgenehmigung bringen sollen. Nachdem wir mit unserem Auto die Absperrung passieren dürfen, parken wir genau vor dem Eingang zur Aduana, die sich im selben Gebäude wie die Migración befindet. Wir müssen die temporäre Einfuhrerlaubnis und den Pass des Fahrzeughalters vorlegen. Die Beamtin trägt die Ausfuhr des Fahrzeuges im Pass des Fahrzeughalters ein. Wir müssen im Kopierladen, der sich in Richtung unseres 1. Stopps auf der rechten Seite befindet, jeweils 2 Kopien von der Einfuhrgenehmigung und die Seite aus dem Pass mit dem Stempel bzgl. der Ausfuhr des Autos anfertigen lassen. Wieder zurück am Schalter erhalten wir eine Kopie der Einfuhrgenehmigung, die wir an unserem 1. Stopp abgeben.

Wir setzen uns ins Auto und werden nach einigen Metern wieder gestoppt und müssen unsere Ausweise vorzeigen. Gleichzeitig erhalten wir ein Einreiseformular für den Zoll, welches wir später bei der Aduana in Nicaragua benötigen. Als nächstes müssen wir zur Fumigación. Wir verlassen das Auto und gehen zu einem kleinen Gebäude, wo sich die Kasse befindet und wir 3 USD bezahlen dürfen. In der Zwischenzeit werden die Räder des Fahrzeuges sparsam besprüht. Wir fahren weiter auf ein großes Gebäude zu, vor dem wir parken. Sofort werden wir von Grenzhelfern und Versicherungsverkäufern bestürmt. Wir füllen erst mal das Zollformular aus, welches diesmal in Spanisch und Englisch verfasst ist, und gehen dann ohne Hilfe in das Gebäude. Auf der einen Seite befindet sich die Migración und auf der anderen Seite die Aduana. Bei der Migración geben wir unsere Pässe und die per Mail erteilte Einreisegenehmigung ab. Diese Genehmigung sollte 7 Tage vorher online mit dem vorgegebenen Formular beim MINISTRY OF GOVERNMENT beantragt werden. Sollte bis zur Einreise keine Genehmigung vorliegen, dann zumindest die abgeschickte Mail ausdrucken und mit zur Migración nehmen. Wir werden wieder nach unserer 1. Station und unseren weiteren Plänen, nach den Berufen, und Familienstand befragt und ob wir das 1. Mal nach Nicaragua reisen. Dann werden von uns noch Fotos geschossen und wir dürfen 12 USD pro Person (10 USD für die Touristenkarte und 2 USD für die Einreise) bezahlen. Wir bekommen Pässe, Touristenkarten, eine Quittung über die Einreisegebühr und einen weiteren Beleg mit einigen unserer Daten, der später wieder abgegeben werden muss, ausgehändigt. Die Beamtin informiert uns noch darüber, dass wir keinen Einreisestempel bekommen, da wir diesen bereits in Guatemala erhalten haben.
Bei der Aduana teilt uns der Beamte mit, dass wir mit dem ausgefüllten Einreiseformular für den Zoll zuerst zum Inspektor müssen, der sich außerhalb des Gebäudes befindet. Wir finden ihn und er nimmt das Formular, sieht sich das Auto kurz von innen an, macht einige Vermerke auf dem Formular und wir dürfen wieder zur Aduana. Der Zollbeamte benötigt das Zollformular, den Pass des Fahrzeughalters, Führerschein und Zulassung. Er scannt die Dokumente ein und erfasst die Daten im Computer, wobei ihm unsere Spanischliste mit den Fahrzeugdaten eine große Hilfe ist. Wir erhalten die temporäre Einfuhrgenehmigung, prüfen die Angaben und der Fahrzeughalter muss unterschreiben. Der Beamte informiert uns, dass wir die Genehmigung auf keinen Fall verlieren dürfen, da wir bei der Ausreise sonst ein hohes Bußgeld bezahlen müssen. Wir erhalten das ausgefüllte abgestempelte Zollformular und die Originaldokumente zurück und fahren dann bis zur nächsten Absperrung. Der Beamte möchte die Pässe sehen und das Zollformular sowie den Beleg mit unseren Daten. Beide Dokumente werden eingezogen.

Trotz Mittagspause haben wir für den gesamten Grenzübergang 2 Stunden benötigt. Die Beamten waren wiederum sehr freundlich und hilfsbereit. Grenzhelfer sind hier auf keinen Fall erforderlich.

Nicaragua (Sapoa) – Costa Rica (Peñas Blancas) am 21.05.18

Ca. 8 km vor der Grenze reihen sich die LKWs auf der rechten Fahrspur auf. Wir fahren an ihnen links vorbei und kurz vor dem ersten Grenzgebäude werden wir von einer Beamtin angehalten und müssen unsere Pässe vorzeigen. Wir dürfen weiterfahren und können auf einem Parkplatz hinter dem Gebäude parken. Wir gehen in das Gebäude und dürfen sofort 1 USD pro Person Municipalsteuer bezahlen. Wie wir merken, sind wir auf der falschen Seite. Hier befindet sich die Migración für die Einreise nach Nicaragua. Wir gehen durch die Schalter hindurch auf die andere Seite des Gebäudes und finden dort die Aduana. Von dort geht eine weitere Tür wieder nach außen und dann wenige Meter weiter führt eine Tür zur Migration zur Ausreise aus Nicaragua. Unsere Pässe werden geprüft, wir bekommen einen Ausreisestempel und dürfen insgesamt 4 USD bezahlen. Dafür erhalten wir eine Quittung.
Wir gehen wieder in den anderen Raum zur Aduana. Es wird uns mitgeteilt, dass wir unser Fahrzeug von einem Zollbeamten und der Polizei kontrollieren lassen müssen. Wir finden den Zollbeamten vor der Tür (trägt Shirt mit dem Aufdruck DGA). Er benötigt unsere temporäre Einfuhrgenehmigung und prüft am Fahrzeug das Autokennzeichen und ob wir überhaupt noch berechtigt sind mit dem Fahrzeug im Land zu sein. Er wirft noch einen Blick in das Fahrzeug und endlich lächelt er. Die Prüfung bestätigt er uns auf der temporären Einfuhrgenehmigung und füllt das Zollformular aus. Anschließend schickt er uns zur Polizei. Die Beamten sind nicht übermäßig freundlich und fordern uns auf, in dem Zollformular die fehlenden Angaben zu ergänzen, was wir auch tun. Außerdem benötigen sie Kopien vom Pass, dem Führerschein und dem Fahrzeugschein. Die Prüfung wird uns auf dem Zollformular bestätigt. Das Fahrzeug sehen möchten sie nicht. Anschließend geht es wieder zur Aduana. Es müssen wieder Pass, Führerschein und Fahrzeugschein vorgezeigt werden. Wir erhalten das Zollformular und fahren dann weiter. An einem Kontrollpunkt müssen wir das Zollformular abgeben und die Pässe vorzeigen. Vor dem Gebäude tauschen wir noch unsere restlichen Cordobas. Dann geht es weiter zur Grenzabfertigung von Costa Rica.

Von der Hauptstraße führt ca. 200 m weiter rechts eine kleine Straße zur Fumigation (diesmal kostenlos). Wir dürfen im Auto bleiben und fahren durch den Bereich während uns aus ein paar spärlichen Düsen das Desinfektionsmittel auf die Räder gespritzt wird. Danach fahren wir sofort wieder links auf die Hauptstraße und kommen zum Grenzgebäude. Rechts von dem Gebäude können wir parken. Wir gehen in das Gebäude hinein und am Schalter möchte die Beamtin unsere Pässe sehen, unsere Berufe und den ersten Aufenthaltsort wissen. Außerdem möchte sie einen Nachweis in Form eines Weiterreisetickets, dass wir das Land wieder verlassen. Wir erklären ihr, dass wir mit dem Auto unterwegs sind und sie gibt sich mit dem Fahrzeugschein zufrieden. Wir erhalten einen Einreisestempel in den Pass und dürfen 90 Tage in Costa Rica bleiben.
Gleich gegenüber diesem Gebäude befindet sich ein kleines Häuschen mit der Aufschrift Aduana. Für die Ausstellung der temporären Einfuhrgenehmigung erhalten wir zwei Formulare zum Ausfüllen. Außerdem werden Kopien vom Pass und dem Einreisestempel im Pass des Fahrzeughalters, dem Führerschein des Fahrzeughalters und dem Fahrzeugschein benötigt. Erforderliche Kopien können gleich nebenan in den kleinen Büdchen gezogen werden. Wieder zurück, prüft die Beamtin alle Unterlagen und kommt mit zum Auto. Dort möchte sie die VIN-Nummer sehen und prüft das Fahrzeugkennzeichen. Am Schalter erhalten wir die Kopien zusammengeheftet mit einem kleinen Zettel zurück. Wir fahren zum nächsten Gebäude vor dem wieder ein Schild mit der Aufschrift „Aduana“ steht. Wir parken an der Seite und gehen hinein. Als ersten gehen wir an den Schalter für die Autoversicherung, da die von uns in Guatemala abgeschlossene Versicherung in Costa Rica nicht anerkannt wird (siehe hier).
Neben der Versicherung befindet sich die Aduana. Wir geben Pass und Führerschein des Fahrzeughalters sowie den Fahrzeugschein und den Stapel Papiere, die wir bei der ersten Aduana erhalten haben, ab. Außerdem muss die Versicherung vorgelegt werden. Der Beamte gibt die Daten in den Computer ein und druckt die temporäre Einfuhrgenehmigung aus. Wir prüfen die Angaben und der Fahrzeughalter unterschreibt. Uns wird die temporäre Einfuhrgenehmigung ausgehändigt samt der Originaldokumente und dem kleinen weißen Zettel von der ersten Aduana. Wir fahren los und an einem Kontrollpunkt wird die temporäre Einfuhrgenehmigung geprüft und uns der kleine weiße Zettel abgenommen.

Der Grenzübergang ist relativ unübersichtlich und schlecht ausgeschildert. Dennoch ist das Passieren ohne die Nutzung von Grenzhelfern möglich. Für den Grenzübertritt insgesamt haben wir knapp 2 Stunden gebraucht. Die Beamten waren auf beiden Seiten nicht übermäßig freundlich, haben aber ihre Arbeit zügig erledigt.