Reiseberichte

03. und 04.05.17 – Von Frankfurt nach Halifax…

Die Abfertigung in Frankfurt erfolgt unkompliziert. Wir haben schon am Vorabend online eingecheckt (wegen den Sitzplätzen durchaus zu empfehlen), so dass wir am Abflugtag nur noch das Gepäck aufgeben müssen…

05. bis 09.05.17 – Unterwegs in Halifax und Umgebung

In Halifax und Umgebung haben wir richtiges Aprilwetter. Fast durchgehend locker bewölkte oder sogar sonnige Tage wechseln mit ebenso regnerisch nebligen ab. Wir nutzen die Ersteren, um die Stadt und Teile der Ostküste zu erkunden und Letztere, um ausgewählte Örtlichkeiten von innen anzuschauen oder uns mit anderen Weltenbummlern zum Erfahrungsaustausch zu treffen.

10. und 11.05.17 – Wir bekommen endlich unser Auto

Morgens um 7.00 Uhr hat unser Schiff am  Containerhafen in Halifax  angelegt. Wir fahren nach dem Frühstück gleich runter zum Hafen, da das Entladen hier ziemlich schnell vonstatten geht. Unser Auto ist allerdings hinter den Absperrzäunen und zwischen all den Containern noch nicht auszumachen. Da wir (Ralf….!) natürlich in dieser Hinsicht ein wenig ungeduldig sind, schreiben wir gleich früh noch eine Mail an die Spedition (Adresse gibt es von Seabridge) und fragen nach, wann mit unseren Papieren zu rechnen sei. Die Antwort kommt prompt: Morgen im Laufe des Tages („maybe“…..vielleicht).  

12. bis 20.05.17 – Unterwegs in Nova Scotia

Die nächsten Tage führen uns entlang der „Lighthouse-Route“, die dem Highway 3 entspricht, um die Südwestspitze von Nova Scotia bis nach Yarmouth. Hier finden sich meist an den Spitzen der kleinen Landzungen eine Vielzahl von mehr oder weniger hübschen Leuchttürmen unterschiedlicher Größen, Formen und Farben. Annett sammelt diese als Fotografien und als Nebeneffekt sehen wir einen Teil der wirklich sehenswerten Küstenlandschaft.

21. bis 25.05.17 – Kurzer Aufenthalt in New Brunswick

Nach unserem Ruhetag, der allerdings auch schon sehr stürmisch war, wollen wir uns am nächsten Vormittag mit der Fähre auf die Prince Edward Insel aufmachen. Aber schon morgens sind die Böen, wir haben Mühe das Dach einzuklappen, so stark und die See geht so hoch, dass der Fährbetrieb vorübergehend eingestellt werden musste. An der Kasse vor der Fähre erfahren wir, dass derzeit möglicherweise auch über den westlichen Zugang, der Confederation-Bridge aufgrund der Sturmböen keine höheren Autos passieren dürfen.

26.05. bis 02.06.17 – Provinz Québec

Die Sprache in Québec ist weitgehend französisch. Viele, vor allem ältere Menschen, können offensichtlich auch gar kein Englisch, die jüngeren mühen sich. Die Kommunikation ist für uns also insgesamt etwas eingeschränkt. Unabhängig davon fällt uns auf, dass die Höflichkeit und Freundlichkeit der Menschen im Vergleich vor allem zu Nova Scotia subjektiv deutlich nachlässt. Gegrüßt wird seltener, manchmal noch nicht einmal mehr zurückgegrüßt. Das herzliche Willkommen für fremde Gäste, dass wir in Nova Scotia gespürt haben, weicht Reserviertheit.

03. bis 08.06.17 – Provinz Ontario, Teil 1

Nach unserem freien Tag im Upper Canada Migratory Bird Sanctuary nehmen wir auf der Fahrt nach Westen den schmalen Thousand Islands Parkway, der südlich des Highways dem Flussufer folgt. Die Thousand Islands bestehen aus ca. 1.800 kleinen Inseln im St.-Lorenz-Strom zwischen Brockville und Kingston. Viele von ihnen sind mit einzelnen oder mehreren Häusern bebaut und bieten von der Route aus einen malerischen Anblick. Hier sehen wir allerdings erstmalig die Auswirkungen der Überschwemmungen durch das Hochwasser des St.-Lorenz-Stromes, dass sich immer noch nicht vollständig zurückgebildet hat.

09. bis 18.06.17 – Provinz Ontario, Teil 2

Auf dem Weg Richtung Bruce Peninsula National Park an der Spitze der gleichnamigen Halbinsel zwischen Georgian Bay und Lake Huron bietet die kleine, britisch geprägte Stadt Fergus ein nettes Zwischenziel für eine Pause. Von Owen Sound an folgen wir der Küstenlinie auf der Road 1, an der wir die Besitzer der vielen idyllisch gelegenen Wassergrundstücke direkt an der Georgian Bay beneiden. Für eine Übernachtungsstelle für uns ist hier allerdings kein Platz, auch auf den raren Parkplätzen ist das Stehen über Nacht verboten. Wir finden aber einen recht schönen Platz direkt an der Bucht in Wiarton.

19. bis 25.06.17 – Zügige Fahrt durch die Provinzen Manitoba und Saskatchewan

An der Grenze zu Manitoba wird der Highway 17 dann endgültig zum berühmten „Trans-Canada-Highway“ (Highway 1). Direkt an der Grenze gibt es wie in den anderen Provinzen bisher auch ein Information-Office, in dem man sich nach sehenswerten Zielen rund um seine geplante Strecke kundig machen und entsprechende Karten erhalten kann. Dementsprechend werden wir recht ausführlich und nett über Winnipeg informiert, darüber hinaus sind die Empfehlungen bis auf den von uns ohnehin geplanten Riding Mountain National Park recht dürftig.

26.06. bis 06.07.17 – Hin und Her zwischen den Provinzen Alberta und British Columbia, Teil 1

Auf dem Weg von unserem (teuren und wenig attraktiven) Campingplatz in Lethbridge nach Calgary führt die Straße durch Fort Macleod. Für die im Stil alter Westernstädte restaurierten Häuser der Main Street lohnt sich zumindest ein kurzer Fotostopp, wenn auch unsere Erwartungen von den Fotos auf den Prospekten etwas höher waren.

07.07. bis 15.07.17 – Weiter geht es durch die Provinzen Alberta und British Columbia, Teil 2

Den Kootenay National Park erreichen wir von Süden über Radium Hot Springs. Lust auf die heißen Quellen haben wir aber bei 40° in der Sonne nicht. Im Visitor Center erfahren wir, dass einige Trails, darunter auch der zum Olive Lake, wegen Bärenaufkommens gesperrt sind. Allerdings sind insgesamt auch eine Reihe Bauarbeiten im Park im Gange. Wir haben schon seit Beginn unserer Reise den Verdacht, dass der kostenlose Parkeintritt zum 150. Kanada-Geburtstag auch für umfangreiche Sanierungsarbeiten in den Nationalparks genutzt wird.

16.07. bis 31.07.17 – Vom Alaska Highway über den Klondike zum Arctic Circle und wieder südwärts

In Dawson Creek beginnt der Alaska Highway. Yukon Highway wäre sicher auch angemessen, da er die größte Strecke im Yukon Territory verläuft. Er zieht sich bis nach Fairbanks in Alaska auf einer Länge von 1.523 Meilen. Ihn befahren zu dürfen und zu können, gilt immer noch als eine große Besonderheit und Ehre und das ist es auch für uns.
Er ist eine mehr oder weniger moderne Straße, aber allein sein Name spricht für unendliche Abenteuer und die ungeahnte Möglichkeit, alles hinter sich lassen zu können. Sicher ist das heute nicht mehr ganz so, aber einen Hauch von alledem ist noch deutlich spürbar.

01.08. bis 21.08.17 – Auf nach Vancouver Island

Vom Highway 37 biegen wir schließlich zu einem Abstecher nach Westen Richtung Alaska auf den Highway 37A ab. Die beiden benachbarten Grenzstädte Steward (Kanada) Hyder (Alaska) liegen an der Küste am Beginn des Portland Canal. Hier kommen wir also doch noch nach Alaska, denn es gibt keine US-Grenzbeamten und somit auch keinen Stempel in den Pass. Kurz hinter Hyder beobachten wir am Fish Creek Viewpoint laichende Lachse im flachen Wasser. Sie müssen hier nach ihrer langen Reise vom Ozean schlussendlich sterben und werden von Adlern und Bären verspeist, die in den Bäumen bzw. Büschen lauern, was sich mit etwas Geduld aus der Nähe gut beobachten lässt.

22.08. bis 31.08.17 – …und zum Abschluss: Vancouver und Waterton Lakes National Park

Wir starten nach Vancouver direkt von der Bushaltestelle vor unserem Campingplatz Richtung Bahnstation King George. Der Busfahrer kann uns kein Tagesticket verkaufen, lässt uns aber bis King George im Vertrauen kostenlos mitfahren, weil wir dort das Ticket kaufen wollen. Wäre das in der Heimat auch so gelaufen? Das Tagesticket kostet dann pro Person und Tag 10 Dollar für die Nutzung von Bus und Bahn. Toll.